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trennlinien

Ich gestehe, noch am Ende der letzten Woche war sie da, die ganz kleine Hoffnung, war ich sogar vermessen genug zu träumen, er würde kommen mit Nippelklemmen in der Tasche (in der Version, in der die Vorstellung er wäre George Clooney auch nicht mehr weiter her geholt wäre, trugen sie sogar seine Initialen), träumte ich intensiv all die verbotenen Träume, schrieb sogar eine dieser verfluchten Late-Night-Mails. - Ja lacht nur, auch die Frau, die mich schreibt, hat mich ausgelacht.

Samstag Morgen fiel all das ab von mir. Nackt in er Sonne wurde es zu einer Schicksalsfrage, einer Frage von Stunden, aber nicht mehr schmerzend, panisch, gedrückt.
Ich konnte loslassen, es in andere Hände delegieren. Heute vor 2 Stunden und ein paar Minuten hat es begonnen, das neue Jahr, haben sich Türen geschlossen hinter diesen Träumen.

Würde es nicht regnen, ich würde ein kleines Lagerfeuer machen auf der Terrasse, ein kleines feines Ritual.

Aber auch das eilt nicht.
Nicht mehr.

Sechs Jahre gibt es das hier jetzt also schon. Sechs Jahre und irgendwie stimmt "Changes", auch wenn die Veränderungen kaum nach Außen hin sichtbar waren, nur spürbar für mich und die, die mich wirklich gut kennen.

Ja, ich habe mich sehr verändert. Ob ich das möchte, diese Veränderungen begrüße, steht wohl nicht zur Debatte. Würde ich alles Anders machen, hätte ich die Chance?

Wollte ich das, diese Seiten in mir entdecken?
War es den Preis wert?
Wie soll es weiter gehen?

ein turbulenter 23. im engsten und doch großfamiliären kreis, laut, lustig mit angeregten diskussionen, der für mich und meine schwägerin noch bis nach vier uhr früh dauerte. ein viel ruhigerer und besinnlicherer 24. in kleinerer runde und jetzt ist es fast irritierend ruhig im haus und ich sehne mich schon fast wieder nach meinem kleinen eigenen.

satt, zufrieden, müde.

ein bisschen schlechtes gewissen ob der menschen, an die ich zwar dachte, denen ich aber nicht schrieb oder anrief.

ein ritualisierter weihnachtswunsch zu viel. einer von denen, die so verbindlich klingen und dennoch wohl vor allem den zweck haben, die distanz einzuzementieren.

wünsche für mich, wünsche für dich und deine familie(n). auf ein gutes, mit allem, nur ohne einander.

geh mit gott und werde glücklich.
geh mit gott, aber geh.

ein kleiner kloss, ein winziges stück zu viel realität für diese welt hier.

ein kleiner riss in der matrix.




I guess they won't exchange the gifts
That you were meant to keep.
And quiet is the thought of you
The file on you complete,
Except what we forgot to do,
A Thousand Kisses Deep.


nach den wohl lehrreichsten drei tagen meines lebens wird es endgültig zeit mich von euch und von june zu verabschieden.

es wäre schon lange an der zeit gewesen, diesen schritt zu tun, aber wie ein alter freund so richtig schrieb:

"Das mit dem "Verbieten" von Drogen hat ja stets glänzend funktioniert; los hast Du sie erst, wenn Du sie nicht mehr brauchst, ganz ohne Aussenzwang."

ich denke, ich bin soweit.
da wartet ein anderes leben auf mich.

alles liebe euch allen wünscht
die, die sich "june" nannte.

neumond und online seit 1826 tagen, also 5 jahren.

wäre doch ein guter anlass, ein resumee zu ziehen, nicht?

[wissend, dass jeder tag eine neue weiche setzen kann ...]

wäre ich am 16. mai 1988 nicht diese straße entlang gegangen, nicht genau zu dieser zeit - mein leben wäre ein vollkommen anderes.

manchmal wäre ich neugierig, wie es sich anfühlen würde, diese andere zu sein, die ich in dieser nacht hinter mir gelassen habe.

ich habe den leisen verdacht auch mit ihr nicht tauschen zu wollen.
n o c h nicht.

ein jahr der großen entscheidungen und wohl auch veränderungen, so wie es aussieht.
aber auch ein jahr, in dem sich endlich wieder etwas bewegen muss.

2007 war lähmend und kraftraubend wie kein jahr zuvor und so war auch der abschied von ihm für mich ganz untypisch unsentimental.
DIE eine sms kam nicht in dieser nacht, auch nicht DER anruf oder DIE mail, die den rückblick darauf noch hätte ans herz gehen lassen können.

also scheiß auf 2007 und auf gehts.

das ist wie mit einem kätzchen spielen und sich einbilden einen tiger zu reiten.