waves
Dieser Eintrag hat mich tief berührt. Nicht, weil die Situation je vergleichbar gewesen wäre, nicht, weil ich es selbst immer noch in dieser Intensität empfinde, aber weil so Vieles für mich dennoch (auch) immer noch stimmt.
Dieses
"Es ist alles gut, wenn ich ihr nicht begegne, es tut mir nichts weh, ich kann mich verlieben, ich kann Nähe herstellen zu anderen Frauen, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, ja Freude – [...]"
ist auch für mich immer noch nicht ungebrochen. Ihn sehen, ihn berühren, macht es so schwer, andere Männer noch zuzulassen, wird immer wieder beinahe zum Willensakt, zu einer Revolte - nicht gegen ihn, gegen einen Teil meines Selbst.
Oh, keine Frage, ich bin viel, viel, viel besser geworden im Mich-wieder-auf-den-Boden-Zurückholen und doch macht mich jede Begegnung wieder zu *seiner* Frau und lässt mich in der Folge den Trennungsschmerz wieder erleben, der dazu tendiert alle und alles wegzustoßen, was nicht *er* ist - und damit (das ist das eigentlich Perverse) auch ihn.
Dieses
"Es ist alles gut, wenn ich ihr nicht begegne, es tut mir nichts weh, ich kann mich verlieben, ich kann Nähe herstellen zu anderen Frauen, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, ja Freude – [...]"
ist auch für mich immer noch nicht ungebrochen. Ihn sehen, ihn berühren, macht es so schwer, andere Männer noch zuzulassen, wird immer wieder beinahe zum Willensakt, zu einer Revolte - nicht gegen ihn, gegen einen Teil meines Selbst.
Oh, keine Frage, ich bin viel, viel, viel besser geworden im Mich-wieder-auf-den-Boden-Zurückholen und doch macht mich jede Begegnung wieder zu *seiner* Frau und lässt mich in der Folge den Trennungsschmerz wieder erleben, der dazu tendiert alle und alles wegzustoßen, was nicht *er* ist - und damit (das ist das eigentlich Perverse) auch ihn.
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Dieses Gefühl von heute hatte ich im Büro schon ewig nicht mehr. Fast hatte ich vergessen, wie sich das anfühlt, diese Art verlangenden, sehnsüchtigen Ziehens, während die Bilder im Kopf Amok laufen und jeder Versuch sich auf die Arbeit zu konzentrieren hilflos scheitert.
Vielleicht wird es ja doch langsam Frühling, ungeachtet des Wetters, zumindest in mir.
Vielleicht wird es ja doch langsam Frühling, ungeachtet des Wetters, zumindest in mir.
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Wieder eine Nacht in einem Hotelzimmer, den PC nur noch einmal eingeschaltet, weil mein Gefühl es mir befahl, das Gefühl, das mich auch weg zog unten von der Bar, gleich als ich ins Zimmer kam, nicht einmal zwei Minuten, bevor sie eintraf, die Mail.
Das ist nicht neu und erstaunt mich doch immer wieder.
Jetzt rauche ich heimlich noch eine Zigarette, es ist so kalt da draußen im Schneetreiben (der Frühling verweigert sich immer noch), im Nichtraucherzimmer und frage mich einmal mehr, woher das kommt, dass ich noch immer so offen, noch immer so erreichbar bin für ihn und was ich noch tun muss, um dem Herr zu werden.
Wie kann jemand, der sich so verweigert, so präsent in mir sein?
Das ist nicht neu und erstaunt mich doch immer wieder.
Jetzt rauche ich heimlich noch eine Zigarette, es ist so kalt da draußen im Schneetreiben (der Frühling verweigert sich immer noch), im Nichtraucherzimmer und frage mich einmal mehr, woher das kommt, dass ich noch immer so offen, noch immer so erreichbar bin für ihn und was ich noch tun muss, um dem Herr zu werden.
Wie kann jemand, der sich so verweigert, so präsent in mir sein?
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Und schon wieder ist es vorbei mit der Ruhe und Gelassenheit. Ich habe furchtbar schlecht geschlafen, letzte Nacht. Viel zu viele, zu intensive Träume und schon wieder laufe ich in mir im Kreis.
Noch nicht mal Madame Luna kann ich heute die Schuld geben ...
Noch nicht mal Madame Luna kann ich heute die Schuld geben ...
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oder auch s o . (punkt)
oder noch besser in grossbuchstaben mit ausrufezeichen:
SO!
autofahren ist therapie. war es für mich eigentlich immer schon. der effenkt setzt ein nach ca. 200 km (das ist das minimum), dann wird alles im mir ganz ruhig. ist nur musik und bewegung, frei fließende gedanken und bilder, assoziationen.
oft würde ich dann gerne mitschreiben, was mir so durch den kopf geht, aber so wichtig ist es wohl auch nicht.
ich will dann nicht mehr halt machen, nicht mal, wenn die blase drückt. allein die tankanzeige kann mich zu einem stopp bewegen.
fahren, einfach nur fahren.
und immer wieder überkommt es mich, den schildern einfach zu folgen.
"modena - sollte sich mit diesem tank noch ausgehen." oder: "berlin: nicht mal 700 km.", prag, rom, ...
früher habe ich solchen impulsen noch nachgegeben. einfach so. früher ... wie lang ist das doch her.
heute ist das nur noch ein kurzes aufblitzen, dem ich widerstehe - wie so vieles.
jetzt, jedenfalls, bin ich wieder hier. wieder allein. und das tut gut.
auch wenn die putzfrau in meiner abwesenheit wieder mal nicht gekommen ist. auch wenn es ein weilchen gedauerthat, bis es wieder angenehm warm war, in der wohnung.
meins. ganz meins!
allein und damit wieder offen für andere. telefonate zum jahresende, nachweihnachtstelefonate.
nur noch 2 tage und wenige stunden und dann fick dich, 2008. schlimmer kann es nicht mehr kommen. und ich brauche ihn so dringend, diesen symbolischen schnitt, so dringend wie nie zuvor ....
oder noch besser in grossbuchstaben mit ausrufezeichen:
SO!
autofahren ist therapie. war es für mich eigentlich immer schon. der effenkt setzt ein nach ca. 200 km (das ist das minimum), dann wird alles im mir ganz ruhig. ist nur musik und bewegung, frei fließende gedanken und bilder, assoziationen.
oft würde ich dann gerne mitschreiben, was mir so durch den kopf geht, aber so wichtig ist es wohl auch nicht.
ich will dann nicht mehr halt machen, nicht mal, wenn die blase drückt. allein die tankanzeige kann mich zu einem stopp bewegen.
fahren, einfach nur fahren.
und immer wieder überkommt es mich, den schildern einfach zu folgen.
"modena - sollte sich mit diesem tank noch ausgehen." oder: "berlin: nicht mal 700 km.", prag, rom, ...
früher habe ich solchen impulsen noch nachgegeben. einfach so. früher ... wie lang ist das doch her.
heute ist das nur noch ein kurzes aufblitzen, dem ich widerstehe - wie so vieles.
jetzt, jedenfalls, bin ich wieder hier. wieder allein. und das tut gut.
auch wenn die putzfrau in meiner abwesenheit wieder mal nicht gekommen ist. auch wenn es ein weilchen gedauerthat, bis es wieder angenehm warm war, in der wohnung.
meins. ganz meins!
allein und damit wieder offen für andere. telefonate zum jahresende, nachweihnachtstelefonate.
nur noch 2 tage und wenige stunden und dann fick dich, 2008. schlimmer kann es nicht mehr kommen. und ich brauche ihn so dringend, diesen symbolischen schnitt, so dringend wie nie zuvor ....
Der große Sturm kam für June schon gestern. Beruhigenderweise an einem Tag, den es nur alle vier Jahre gibt, der Tag zu viel, der frei sein sollte für das, was man sich an den anderen 365 untersagt oder zu verbieten versucht.
Der Sturm kam in Form von Worten, Worten wie:
"Ich muss andauernd die Vorstellung unterdrücken, mit Dir zusammenzuleben. Mit dieser wunderbaren Sklavin June, deren Brustwarzen ich piercen würde und wohl auch die Schamlippen. Mit der ich in ein Haus ziehen müsste, damit sich ein Keller voller "Spielzeug" ausgeht. Und die immer - auch bei vollstem Vollmond - tief erschöpft schlafen würde vom Hergenommenwerden auf dem Sybian oder unter den Nobra-Stößen."
und riss June mit beängstigender Macht von mir weg in ihre eigene Welt, in die Welt, in der es keinen Platz für mich gibt, in der sie ganz eins ist mit dem Tier. Wenn er es sosehr schafft, sie in ihrem Kern zu treffen, brauche ich Stunden, um wieder zu ihr durchzudringen.
Stunden, in denen sie um sich schlägt, tritt, beißt, mich anschreit sie in Ruhe zu lassen. Nur das, schreit sie, will sie, braucht sie, nur DAS ist ihre Bestimmung. "Lass mich l e b e n!", schreit sie und ich muss lernen, dass der Kampf mit ihr in solchen Momenten sinnlos ist, dass ich mich nur zurückziehen kann, bequem Platz nehmen auf einem Sessel außerhalb ihrer Reichweite, bis das Toben nachlässt und sie ganz von selbst wieder meine Nähe sucht.
Der Sturm kam in Form von Worten, Worten wie:
"Ich muss andauernd die Vorstellung unterdrücken, mit Dir zusammenzuleben. Mit dieser wunderbaren Sklavin June, deren Brustwarzen ich piercen würde und wohl auch die Schamlippen. Mit der ich in ein Haus ziehen müsste, damit sich ein Keller voller "Spielzeug" ausgeht. Und die immer - auch bei vollstem Vollmond - tief erschöpft schlafen würde vom Hergenommenwerden auf dem Sybian oder unter den Nobra-Stößen."
und riss June mit beängstigender Macht von mir weg in ihre eigene Welt, in die Welt, in der es keinen Platz für mich gibt, in der sie ganz eins ist mit dem Tier. Wenn er es sosehr schafft, sie in ihrem Kern zu treffen, brauche ich Stunden, um wieder zu ihr durchzudringen.
Stunden, in denen sie um sich schlägt, tritt, beißt, mich anschreit sie in Ruhe zu lassen. Nur das, schreit sie, will sie, braucht sie, nur DAS ist ihre Bestimmung. "Lass mich l e b e n!", schreit sie und ich muss lernen, dass der Kampf mit ihr in solchen Momenten sinnlos ist, dass ich mich nur zurückziehen kann, bequem Platz nehmen auf einem Sessel außerhalb ihrer Reichweite, bis das Toben nachlässt und sie ganz von selbst wieder meine Nähe sucht.
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angenehm warm wäre es da draußen ohne diesen starken wind. so war es nur ein kurzer ausflug in den park - die haare vom wind zeraust und immer noch voll von widersprüchlichsten gedanken und gefühlen.
hier ist die couch immer noch aufgeklappt, der nobra liegt neben meinen kleidern am boden, die zwei gläser stehen halbvoll auf dem couchtisch, das glas ist ganz staubig, der sofaüberwurf gehört in die waschmaschine, die sonne scheint durch die fenster.
er blieb bis drei uhr früh. um ein haar wären wir völlig erschöpft eng aneinander gekuschelt eingeschlafen, dieses nagende-ziehende gefühl endlich für eine weile völlig besiegt.
dass der erste gedanke nach dem aufwachen dennoch wieder f. galt sollte ich langsam als dumme gewohnheit abtun, dennoch war es heute wieder so heftig, dass ich sofort nach kaffee und dusche hier weg musste, raus musste. die planlose mischung zwischen kurzen sprints und langsamem gehen erschien mir beinahe symptomatisch.
jetzt haushalt und dann butler oder luhmann oder kristeva oder überhaupt arbeiten. denken - über etwas ganz anderes.
ich habe das fühlen satt.
heute würde ich gerne pause machen davon.
hier ist die couch immer noch aufgeklappt, der nobra liegt neben meinen kleidern am boden, die zwei gläser stehen halbvoll auf dem couchtisch, das glas ist ganz staubig, der sofaüberwurf gehört in die waschmaschine, die sonne scheint durch die fenster.
er blieb bis drei uhr früh. um ein haar wären wir völlig erschöpft eng aneinander gekuschelt eingeschlafen, dieses nagende-ziehende gefühl endlich für eine weile völlig besiegt.
dass der erste gedanke nach dem aufwachen dennoch wieder f. galt sollte ich langsam als dumme gewohnheit abtun, dennoch war es heute wieder so heftig, dass ich sofort nach kaffee und dusche hier weg musste, raus musste. die planlose mischung zwischen kurzen sprints und langsamem gehen erschien mir beinahe symptomatisch.
jetzt haushalt und dann butler oder luhmann oder kristeva oder überhaupt arbeiten. denken - über etwas ganz anderes.
ich habe das fühlen satt.
heute würde ich gerne pause machen davon.
Und so kam es nun gut zwei Jahre später doch dazu - zu einem Besuch im Swingerclub.
Es war C.'s Idee, ich aber neugierig und überdreht genug um zuzustimmen. Nervös war ich im Taxi, keine Frage und das schallende Lachen musste ich mir verkneifen, als ein hühnerbrüstiger Typ in scheußlichen Unterhosen die Türe öffnete (der Besitzer, wie ich wenig später erfuhr).
Die Treppe hinunter eine Bar, eine Tanzfläche, etliche weitere Sitzgelegenheiten. Die Location unterschied sich kaum von anderen Nachtclubs wären da nicht die Gäste gewesen - durchwegs nur in Unterwäsche (wie auch das Bar-Personal), mit Handtüchern um die Mitte geschlungen oder vereinzelt sogar ganz nackt.
S. eine Frau mit bemerkenswert schönem Körper zu dem das recht verlebte Gesicht nicht ganz zu passen schien, begrüßte C. überschwänglich und musterte mich (noch vollständig bekleidet) sehr reserviert. S. ist die Frau des Besitzers, wurde ich aufgeklärt, und eine langjährige Bekannte von C.
In meinem Kostüm fühlte ich mich seltsam deplaziert unter all den halb oder ganz nackten Menschen und so folgte ich C. gerne in einen Raum mit der Aufschrift "privat" um mich ebenfalls bis auf Unterhose, BH, halterlose Strümpfe und Schuhe zu entkleiden. Derart "angemessen" bekleidungstechnisch angepasst setzten wir uns an die Bar.
Fasziniert beobachtete ich die anderen Gäste in ihren unterschiedlichen Stadien der Nacktheit - ganz nackt vor allem Herren reiferen Alters mit Bäuchen unter welchen das "Gemächt" eher Mitleid erregend hilflos klein zu baumeln schien, dazwischen voluminöse Damen in weißen oder hellrosa Strings, die die blasse Hautfarbe noch mehr betonten. Am Buffet eine Dame vielleicht Anfang vierzig die spontan an die Venus von Milo denken ließ.
S. gesellte sich zu mir als C. sich gerade mit dem Barmädchen, einem hübschen Ding vielleicht Anfang zwanzig unterhielt, begann einen Satz mit "Dein Freund ...", den ich zurückwies. "Er ist nicht mein Freund ..." Was er ist hätte ich in diesem Moment nicht sagen können. "Mein Exorzist" wäre mir kurz durch den Kopf geschossen, aber das hätte sie sicher nicht verstanden. Mir genügte es schon, dass sich ihre Gesichtszüge sofort entspannten, während mein Blick an ihm hängen blieb. Ja, C. ist ein schöner Mann, keine Frage, - gerade vor dem Hintergrund anderer, durch die Situation so rein auf ihren Körper reduzierter Männer. Jack Nicholson in "Die Hexen von Eastwick" fiel mir ein, weil plötzlich der Dämon wieder präsent wurde, der C. in diesem spontanen Einfall zum "Exorzisten" werden ließ. Ich bestellte je einen B52 für S. und mich um mich wieder zu sammeln, meine wirren Gedanken einzufangen. Ein paar junge Asiaten sammelten sich um mich, ich wich ihren Berührungsversuchen aus als C. auch schon wieder bei mir war, seinen Arm um mich legte in einer mehr beschützenden als besitzergreifenden Geste während er die andere Hand auf S.'s Schulter legte, die mir plötzlich beinahe verschwörerisch zulächelte. Sie hatte sich offenbar mit meiner Anwesenheit abgefunden.
Später nahm C. mich an der Hand und führte mich die Treppe hinauf. Es war ein schummriger Gang von dem aus er die Türe öffnete in ein leeres ebenfalls nur schwach beleuchtetes "Spiegelzimmer". Wir passierten mehrere Türen bis wir zu einem großen runden Raum kamen, dessen Boden aus einer einzigen Matratze bestand. Im Dämmerlicht sah ich voluminöse weiße Schenkel auf denen sich ein beachtlicher ebenfalls weißer Arsch hob und senkte. Zwischen den schenkeln ragten scheinbar viel zu dünne braune Beine hervor. Es war die Venus von vorhin, die vermutlich einen der jungen Asiaten mit beachtlicher Kraft ritt - um sie herum drei weitere Männer je eine Hand ihrem Fleisch vergraben hatten, während sie sich selbst mit der anderen massierten. C. zeigte mir eine kleine Treppe an der Seite des Raumes an deren Ende so etwas wie eine gepolsterte Höhle lag, die durch Eisenstäbe vom Raum getrennt war. Aus dieser Perspektive konnte ich das Paar von der Seite sehen. Ich lag dort mit dem Gesicht zum Geschehen, C. an meinen Rücken geschmiegt und schwankte zwischen Ekel, Faszination und Erregung. Was für ein unglaublicher Berg weißen Fleisches und doch einfach nur eine Frau, ganz verloren in ihrer Lust.
Lust. Meine eigene wie eine kleine Schlange in meinem Unterleib, die sich genährt durch C.'s sanfte Berührungen, geflüsterte Worte und diesen irritierenden Anblick begann zu regen, zu wachsen. Berührungen, die immer drängender wurden, während die Frau da unter mir nun auf dem Rücken lag und einer der Männer sie mit den Fingern kraftvoll fickte. Es klatschte laut, wenn sein Handballen auf ihrer Scham aufschlug. Daneben kniend drei Männer, alle den eigenen Schwanz in der Hand. Die schmatzenden Geräusche der eintauchenden Finger, ihr Stöhnen und C., der meinen String zur Seite schob. Die Schlange, die begann sich hochzuschnellen - das Rückenmark entlang in den Kopf um dort ihre Kreise zu drehen und für Bruchteile von Sekunden jedes Gefühl, jeden Gedanken auszulöschen, der anderes war als Lust. Eine Hand, die fest die nach der meinen fasste, um sie zu drücken und mir Halt zu geben, mir die Gewissheit schenkte irgendwo in dieser materiellen Welt noch verankert zu sein, während die Schlange sich wieder zurück zog nur um erneut mit zuckendem Leib, getrieben durch C.'s Stöße durch meine Nervenbahnen zu schnellen. Ihr Stöhnen und ihre Lustschreie im Duett mit den meinen.
Als ich endlich die Augen wieder öffnete erschrak ich beinahe über den starren Blick des Jungen hinter den Stäben, der immer noch meine Hand in der seinen hielt, in der anderen, über die das Sperma lief, seinen Schwanz.
Als hätte ich mich verbrannt zog ich meine Hand zurück, während C. mich sicher in seinen Armen hielt.
Sein Atem in meinem Nacken kam ich langsam wieder zu mir.
Später in einem Raum ganz für uns allein, einem Raum mit einem Whirlpool, den wir beide ob des schon eingelassenen Wassers mieden, alberten wir unter der Massagedusche herum bevor wir die Schlange bis zur Erschöpfung jagten um viel später eng aneinander geschmiegt im Taxi gegen die bleierne Müdigkeit anzukämpften.
Zuhause dann tiefer, traumloser Schlaf.
Es war C.'s Idee, ich aber neugierig und überdreht genug um zuzustimmen. Nervös war ich im Taxi, keine Frage und das schallende Lachen musste ich mir verkneifen, als ein hühnerbrüstiger Typ in scheußlichen Unterhosen die Türe öffnete (der Besitzer, wie ich wenig später erfuhr).
Die Treppe hinunter eine Bar, eine Tanzfläche, etliche weitere Sitzgelegenheiten. Die Location unterschied sich kaum von anderen Nachtclubs wären da nicht die Gäste gewesen - durchwegs nur in Unterwäsche (wie auch das Bar-Personal), mit Handtüchern um die Mitte geschlungen oder vereinzelt sogar ganz nackt.
S. eine Frau mit bemerkenswert schönem Körper zu dem das recht verlebte Gesicht nicht ganz zu passen schien, begrüßte C. überschwänglich und musterte mich (noch vollständig bekleidet) sehr reserviert. S. ist die Frau des Besitzers, wurde ich aufgeklärt, und eine langjährige Bekannte von C.
In meinem Kostüm fühlte ich mich seltsam deplaziert unter all den halb oder ganz nackten Menschen und so folgte ich C. gerne in einen Raum mit der Aufschrift "privat" um mich ebenfalls bis auf Unterhose, BH, halterlose Strümpfe und Schuhe zu entkleiden. Derart "angemessen" bekleidungstechnisch angepasst setzten wir uns an die Bar.
Fasziniert beobachtete ich die anderen Gäste in ihren unterschiedlichen Stadien der Nacktheit - ganz nackt vor allem Herren reiferen Alters mit Bäuchen unter welchen das "Gemächt" eher Mitleid erregend hilflos klein zu baumeln schien, dazwischen voluminöse Damen in weißen oder hellrosa Strings, die die blasse Hautfarbe noch mehr betonten. Am Buffet eine Dame vielleicht Anfang vierzig die spontan an die Venus von Milo denken ließ.
S. gesellte sich zu mir als C. sich gerade mit dem Barmädchen, einem hübschen Ding vielleicht Anfang zwanzig unterhielt, begann einen Satz mit "Dein Freund ...", den ich zurückwies. "Er ist nicht mein Freund ..." Was er ist hätte ich in diesem Moment nicht sagen können. "Mein Exorzist" wäre mir kurz durch den Kopf geschossen, aber das hätte sie sicher nicht verstanden. Mir genügte es schon, dass sich ihre Gesichtszüge sofort entspannten, während mein Blick an ihm hängen blieb. Ja, C. ist ein schöner Mann, keine Frage, - gerade vor dem Hintergrund anderer, durch die Situation so rein auf ihren Körper reduzierter Männer. Jack Nicholson in "Die Hexen von Eastwick" fiel mir ein, weil plötzlich der Dämon wieder präsent wurde, der C. in diesem spontanen Einfall zum "Exorzisten" werden ließ. Ich bestellte je einen B52 für S. und mich um mich wieder zu sammeln, meine wirren Gedanken einzufangen. Ein paar junge Asiaten sammelten sich um mich, ich wich ihren Berührungsversuchen aus als C. auch schon wieder bei mir war, seinen Arm um mich legte in einer mehr beschützenden als besitzergreifenden Geste während er die andere Hand auf S.'s Schulter legte, die mir plötzlich beinahe verschwörerisch zulächelte. Sie hatte sich offenbar mit meiner Anwesenheit abgefunden.
Später nahm C. mich an der Hand und führte mich die Treppe hinauf. Es war ein schummriger Gang von dem aus er die Türe öffnete in ein leeres ebenfalls nur schwach beleuchtetes "Spiegelzimmer". Wir passierten mehrere Türen bis wir zu einem großen runden Raum kamen, dessen Boden aus einer einzigen Matratze bestand. Im Dämmerlicht sah ich voluminöse weiße Schenkel auf denen sich ein beachtlicher ebenfalls weißer Arsch hob und senkte. Zwischen den schenkeln ragten scheinbar viel zu dünne braune Beine hervor. Es war die Venus von vorhin, die vermutlich einen der jungen Asiaten mit beachtlicher Kraft ritt - um sie herum drei weitere Männer je eine Hand ihrem Fleisch vergraben hatten, während sie sich selbst mit der anderen massierten. C. zeigte mir eine kleine Treppe an der Seite des Raumes an deren Ende so etwas wie eine gepolsterte Höhle lag, die durch Eisenstäbe vom Raum getrennt war. Aus dieser Perspektive konnte ich das Paar von der Seite sehen. Ich lag dort mit dem Gesicht zum Geschehen, C. an meinen Rücken geschmiegt und schwankte zwischen Ekel, Faszination und Erregung. Was für ein unglaublicher Berg weißen Fleisches und doch einfach nur eine Frau, ganz verloren in ihrer Lust.
Lust. Meine eigene wie eine kleine Schlange in meinem Unterleib, die sich genährt durch C.'s sanfte Berührungen, geflüsterte Worte und diesen irritierenden Anblick begann zu regen, zu wachsen. Berührungen, die immer drängender wurden, während die Frau da unter mir nun auf dem Rücken lag und einer der Männer sie mit den Fingern kraftvoll fickte. Es klatschte laut, wenn sein Handballen auf ihrer Scham aufschlug. Daneben kniend drei Männer, alle den eigenen Schwanz in der Hand. Die schmatzenden Geräusche der eintauchenden Finger, ihr Stöhnen und C., der meinen String zur Seite schob. Die Schlange, die begann sich hochzuschnellen - das Rückenmark entlang in den Kopf um dort ihre Kreise zu drehen und für Bruchteile von Sekunden jedes Gefühl, jeden Gedanken auszulöschen, der anderes war als Lust. Eine Hand, die fest die nach der meinen fasste, um sie zu drücken und mir Halt zu geben, mir die Gewissheit schenkte irgendwo in dieser materiellen Welt noch verankert zu sein, während die Schlange sich wieder zurück zog nur um erneut mit zuckendem Leib, getrieben durch C.'s Stöße durch meine Nervenbahnen zu schnellen. Ihr Stöhnen und ihre Lustschreie im Duett mit den meinen.
Als ich endlich die Augen wieder öffnete erschrak ich beinahe über den starren Blick des Jungen hinter den Stäben, der immer noch meine Hand in der seinen hielt, in der anderen, über die das Sperma lief, seinen Schwanz.
Als hätte ich mich verbrannt zog ich meine Hand zurück, während C. mich sicher in seinen Armen hielt.
Sein Atem in meinem Nacken kam ich langsam wieder zu mir.
Später in einem Raum ganz für uns allein, einem Raum mit einem Whirlpool, den wir beide ob des schon eingelassenen Wassers mieden, alberten wir unter der Massagedusche herum bevor wir die Schlange bis zur Erschöpfung jagten um viel später eng aneinander geschmiegt im Taxi gegen die bleierne Müdigkeit anzukämpften.
Zuhause dann tiefer, traumloser Schlaf.
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als ich das gestern schrieb, hätte ich nie geglaubt, dass es tatsächlich möglich sein könnte diese innere mauer abzureißen, die mich so lange gefangen gehalten hat.
er kam und trug mich durch diese nacht wie durch einen schneesturm mit händen, lippen, worten. es dämmerte schon als ich in seinen armen einschlief.
wenig worte beim frühstück, dafür hände, die einander suchen, kleine, zärtliche berührungen.
als er eben wieder anrief, um zu fragen, wie es mir geht und ob ich mitkommen wollte auf eine geburtstagsfeier bei der er vorbeischauen müsse, war sie plötzlich da, diese kleine verräterische arhytmie beim lesen seines namens auf dem display.
doch nein, heute bleibe ich allein daheim, brauche zeit mich anzufreunden mit dieser unverhofft wiedergewonnenen angreifbarkeit und zeit sie zu ordnen, diese wirren gedanken und gefühle.
er kam und trug mich durch diese nacht wie durch einen schneesturm mit händen, lippen, worten. es dämmerte schon als ich in seinen armen einschlief.
wenig worte beim frühstück, dafür hände, die einander suchen, kleine, zärtliche berührungen.
als er eben wieder anrief, um zu fragen, wie es mir geht und ob ich mitkommen wollte auf eine geburtstagsfeier bei der er vorbeischauen müsse, war sie plötzlich da, diese kleine verräterische arhytmie beim lesen seines namens auf dem display.
doch nein, heute bleibe ich allein daheim, brauche zeit mich anzufreunden mit dieser unverhofft wiedergewonnenen angreifbarkeit und zeit sie zu ordnen, diese wirren gedanken und gefühle.
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so viel seltener allein.
so viel besser alle vermeintlichen bedürfnisse abgedeckt.
so vermeintlich beneidenswert "gut versorgt".
so unverschämt mondsüchtig
so verboten bedürftig
so hemmungslos hungrig
so vulgär in sehnsucht badend
klebt ein ungestilltes verlangen an mir, das nichts anderes gelten lässt.
und immer noch gibt es diese nächte, die mich nicht schlafen lassen.
nächte wie diese ...
so viel besser alle vermeintlichen bedürfnisse abgedeckt.
so vermeintlich beneidenswert "gut versorgt".
so unverschämt mondsüchtig
so verboten bedürftig
so hemmungslos hungrig
so vulgär in sehnsucht badend
klebt ein ungestilltes verlangen an mir, das nichts anderes gelten lässt.
und immer noch gibt es diese nächte, die mich nicht schlafen lassen.
nächte wie diese ...