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gerade im ZDF-Dokukanal
Tote Schwule - Lebende Lesben

Die Vögel sangen, als wir danach in meinem Bett lagen.
(Heute war zum ersten mal ein Hauch von Frühling in der Luft.)

Die Striemen auf meinem Hintern, auf meinen Schenkeln pochen sanft und warm, mein Körper ist weich und schwer, alle Spannung gewichen, ich möchte mich ständig dehnen und strecken wie Katzen das tun, bin so eins mit mir, so im Reinen mit mir, fühle mich so wohl in meinem Körper wie schon so unendlich lange nicht mehr - als würde jede einzelne Zelle schnurren.

Jetzt, genau in diesem Moment, bin ich wohl das, was man "wunschlos glücklich" nennt.

alles IST gut, alles ist GUT, wenn man sich nur nicht zusehr verspannt - und wenn man es tut, dieser verspannung auch ihren raum lässt. nein, ich meine jetzt nicht die rein physische, ich meine die knoten im kopf und in der seele.
es zulassen können, dass kopf und körper gerade völlig divergierende bedürfnisse haben, das aushalten, dem entspannt begegnen, ist das einzige rezept, das helfen kann (achtung! höchster schwierigkeitsgrad!) sich selbst einfach nicht so ernst und nicht so persönlich nehmen.
ich weiß, warum die anziehung von menschen, die mich wichtig nehmen, respektieren und dennoch auch sein lassen können in meinen spinnereien so groß ist ...


anderes thema:

jemand schrieb mir heute:
"Wie ich gerade Dir nicht erklären muss, ist Schizophrenie eine schwere Krankheit, von der man hoffentlich nie befallen wird. Ob Deine Methode mit ihr zu spielen in einem June-Anais-Pingpong eine besonders wirksame Art der Vorbeugung ist oder ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, musst letztlich Du für dich entscheiden."

und dabei ist es so anders: gespenster benennen, gespenster ansprechen, heißt gespenster bannen. multiple persönlchkeiten sind wir in gewisser weise alle. wichtig ist doch nur, dass sie sich gegenseitig (er)kennen, ganz bewusst kommunizieren und - s.o. - sich selbst nicht immer so ernst, wichtig und persönlich nehmen.

PS: auch selbstkritik wäre nicht möglich ohne dieses kunststück, sich selbst auch mal "von außen" zu sehen, was nicht möglich ist ohne die fähigkeit auch eine andere "rolle" einzunehmen.

PPS: ich bestehe nicht darauf "gesund" zu sein. ich denke nur, gerade in dem bereich bin ich es soweit es möglich ist.

PPPS: es ist ein guter freitag abend. ein sehr guter.

Ich kann nicht nur von Sehnsucht leben, nicht schon wieder, nicht wieder mein Verlangen an einen Ort hin verlagern, der unerreichbar ist und in Sublimationssex flüchten, wenn die Spannung unerträglich wird.

Erst durch das Internet wurde es möglich, dass Menschen sich treffen, dass Menschen sich sogar hören und sehen, ohne die Möglicht des Erlebnisses von Haut an Haut. Und dennoch konnte zum ersten Mal mich jemand so berühren, so erregen, so an meine Grenzen führen - NUR mit Worten.
Dennoch: Sie ist unerträglich, diese ständig steigende (An)Spannung ohne reale Chance auf Entladung, woran niemand "Schuld" hat, nicht ich, nicht er, es ist das Leben, das hämisch lacht und uns den Stinkefinger zeigt.

Anais hat heute das Ruder an sich gerissen, hat ihm geschrieben.
Ich weiß, sie hatte mit allem Recht, nur wen interessiert schon das Recht haben?

Es tut weh, tut einfach nur unglaublich (und wie Anais sagt unverhältnismäßig weil ja doch "nur bits und bites") weh. Es war das erste Mal seit so vielen Jahren ... es war das, von dem ich bereits dachte, es würde mir nie wieder begegnen ...

Ich bin ...
im freien Fall ...

Die fast ständige Anspannung der letzten Tage hat ihre Spuren hinterlassen, und heute bin ich bereits beinahe so weit, dem Erstbesten, der sich bereit erklärt meinen Nacken zu massieren, mein Herz zu Füßen zu legen ... ;)

und jedes Wort trifft.

Und ich kann nicht arbeiten, kann mich nicht konzentrieren, bin sosehr Fleisch, Blut, Haut. Bin so gefangen, so aufgehoben, so beschützt. Jeder Schmerz findet die Schwester, die zarte, warme Hand, die ihn auffängt, bin ganz Verlangen, bin ganz Vibrieren, bin die ohne Netz, ohne doppelten Boden, bin die so voll Vertrauen und will ... fallen. Nichts mehr als das. Durch Schmerz und Lust in Arme, die stark genug sind, mich zu fangen - und sei es auch nur für eine einzige Nacht.

Gefährlich ist er für mich, der Fremde, versteht es zu gut mit seinen Worten meine Haut zu berühren, auch die sensibelsten Stellen, regt mich auf, regt mich an, quält mich, die ich diese Lust, diese Gier, dieses Verlangen nicht stillen kann, auch nicht mit C., der gestern kurz nach Mitternacht noch anrief, wenig später hier war und dafür sorgte, dass ich erst nach vier Uhr morgens völlig erschöpft in mein Bett fiel, nur um heute mit demselben Fieber wieder aufzuwachen. Ich spüre sie beinahe, die Klammern, die Küsse, die Bisse, die Liebkosungen, real genug, um zu zittern, zu sehr Fantasie, um Befriedigung zu finden.

Wie lange habe ich gewünscht, das würde mir wieder passieren, und wie sehr spukt nun der Satz in meinem Kopf herum: "Sei vorsichtig, mit dem, was du dir wünschst - es könnte in Erfüllung gehen".

und heute immer noch so wahr, so sehr ich, wie damals ...

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