dass ich diese zeit "nutze" um in alten mails belege dafür suchen, dass ich mich zumindest auf meine erinnerung noch verlassen kann, und dabei auf honigsüße, samtenzarte sätze stoße, die alles wieder aufreißen, was so lange schon begraben und vergessen sein sollte, macht mich wohl zu einem unheilbaren fall.
welch hässliche fratze es doch trägt, das ende.
und wiesehr ich mich vergeblich bemüht habe wegzusehen.
jetzt grinst es mir breit mitten ins gesicht.
welch hässliche fratze es doch trägt, das ende.
und wiesehr ich mich vergeblich bemüht habe wegzusehen.
jetzt grinst es mir breit mitten ins gesicht.
und warte mit herzklopfen darauf, ein neues kapitel aufzuschlagen nach so vielen jahren.
im kopf der vorsatz endlich wirklich eine tür zu öffnen, die eine andere schließt.
bitte was für eine gequirrelte scheisse ist das?
in zwei stunden die tür öffnen und sagen "jetzt bin ich bereit für dich"?
ich hätte auch noch zeit genug, mir eine zeremonie zu überlegen, in deren rahmen ich mich dem nächsten übergebe.
das hätte doch was.
ein päckchen schnüren mit den fesseln und der gerte drin. und einer rosa masche drauf.
(das gesicht würde ich allerdings wirklich gerne sehen.)
vielleicht sollte ich das tatsächlich tun. und irgendwann mal einen roman drüber schreiben, wo sich jeder ans hirn greift und sich fragt "bitte was für eine gequirrelte scheisse ist denn das?"
nein, ich bin nicht hysterisch - oder nur fast. na gut, vielleicht ein bisschen.
ist eben alles ein bisschen viel für mich seit einiger zeit.
aber warum sollte ich nicht eine andere perspektive zu meinem leben einnehmen? warum dieses immer nur im nachhinein für einen schlechten film halten, warum es nicht schon bewußt im vorfeld so planen?
hat jemand die doku über die twintowers gestern auf ORF gesehen?
so fühlre ich mich gerade.
oben kracht ein flugzeug rein und gleich darauf zündet jemand im fundament eine bombe. es folgen explosionen von stockwerk zu stockwerk.
nur der einsturz läuft bei mir in super-slow-motion. dennoch unaufhaltsam.
irgendwie finde ich das gerade sehr spannend.
im kopf der vorsatz endlich wirklich eine tür zu öffnen, die eine andere schließt.
bitte was für eine gequirrelte scheisse ist das?
in zwei stunden die tür öffnen und sagen "jetzt bin ich bereit für dich"?
ich hätte auch noch zeit genug, mir eine zeremonie zu überlegen, in deren rahmen ich mich dem nächsten übergebe.
das hätte doch was.
ein päckchen schnüren mit den fesseln und der gerte drin. und einer rosa masche drauf.
(das gesicht würde ich allerdings wirklich gerne sehen.)
vielleicht sollte ich das tatsächlich tun. und irgendwann mal einen roman drüber schreiben, wo sich jeder ans hirn greift und sich fragt "bitte was für eine gequirrelte scheisse ist denn das?"
nein, ich bin nicht hysterisch - oder nur fast. na gut, vielleicht ein bisschen.
ist eben alles ein bisschen viel für mich seit einiger zeit.
aber warum sollte ich nicht eine andere perspektive zu meinem leben einnehmen? warum dieses immer nur im nachhinein für einen schlechten film halten, warum es nicht schon bewußt im vorfeld so planen?
hat jemand die doku über die twintowers gestern auf ORF gesehen?
so fühlre ich mich gerade.
oben kracht ein flugzeug rein und gleich darauf zündet jemand im fundament eine bombe. es folgen explosionen von stockwerk zu stockwerk.
nur der einsturz läuft bei mir in super-slow-motion. dennoch unaufhaltsam.
irgendwie finde ich das gerade sehr spannend.
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als wäre ein tsunami durch mein leben gefegt.
so sehr mir nach weinen ist, sosehr muss ich auch lachen.
muss mit ihr mitlachen, die da sitzt, neben mir sitzt, auf dem küchentisch sitzt. die die beine baumeln lässt, an den zerzausten flügeln zupft, den kopf in den nacken wirft und ach so schallend lacht.
barfuß wie immer.
"darum hast du doch gebetet", gluckst sie und nennt mich undankbar.
und ich, ich fühle mich so richtig von herzen blond.
es entbehrt ja auch nicht einer gewissen komik, sie hat ja recht. - würde es nur nicht gar so weh tun.
nein, er irrt, das leben ist nicht nur ironisch, es kann tatsächlich schrecklich zynisch sein, das ist mehr als nur ironie des schicksals. ihr lächeln ist dennoch lediglich ironisch, das lächeln, das den tränen schallenden lachens folgt.
wie gerne würde ich mit ihr tauschen. wie gerne wäre ich auch schon so weit.
er ist gekommen.
gekommen um mir zu verdeutlichen, wie vergangen sie tatsächlich ist, die vergangenheit.
er ist gekommen mir zu zeigen wie dünn der halm doch ist, an den ich mich immer noch klammere/klammerte.
er ist gekommen, mir eine vergangenheit zu zerstören, die zu wíchtig war - zu wichtig, um die gegenwart zu schätzen. doch egal wiesehr sie lacht, egal, wiesehr er sich bemüht. das, was war, ist meins.
per fußtritt sehr unsanft in die gegenwart befördert. ich. hier. sehr nackt und nicht gerade souverän.
"schluck's, die krot - ohne widerrede!" - "yes sir / ma'am!" - muss ich ja wohl (oder übel).
totgetrampelte träume. an ihren nackten fußsohlen sehe ich noch fetzen davon. zertrampelte schmetterlingsflügel. sie waren so zerbrechlich, wie wunderschön.
was bleibt von june bar ihrer träume?
schmetterling ohne flügel.
wie ekelhaft kitschig, diese assoziation.
doch: neun leben hat die katze.
(braucht jemand ein kotztüterl?)
nicht einmal selbst kann ich ihn mehr ernst nehmen, den schmerz, so verschwendet wären tränen nach all der zeit. er sitzt so trocken in meiner brust, dass er bitter schmeckt und ich rülpse ihn heraus, hier und jetzt.
"beschmutzt", sage ich, und spucke auf ihre flügel. sie soll auch etwas abhaben davon.
doch anstatt mich zu rügen legt sie mir sanft eine hand auf den kopf und reicht mir mit der anderen das telefon.
"tu's", sagt sie und ihre stimme klingt so weich und zärtlich.
ihn anrufen? ihm zum ersten mal sagen "ich brauche dich!"?
soll ich?
kann ich?
darf ich?
sie wählt für mich. und ich brauche ihn wirklich. hier und heute, sie hat so recht.
arme, die mich halten, ein körper, der mich wärmt, ein du, das schützt vor der kälte - da draußen und im innersten.
soll ich?
wirklich?
jump!
so sehr mir nach weinen ist, sosehr muss ich auch lachen.
muss mit ihr mitlachen, die da sitzt, neben mir sitzt, auf dem küchentisch sitzt. die die beine baumeln lässt, an den zerzausten flügeln zupft, den kopf in den nacken wirft und ach so schallend lacht.
barfuß wie immer.
"darum hast du doch gebetet", gluckst sie und nennt mich undankbar.
und ich, ich fühle mich so richtig von herzen blond.
es entbehrt ja auch nicht einer gewissen komik, sie hat ja recht. - würde es nur nicht gar so weh tun.
nein, er irrt, das leben ist nicht nur ironisch, es kann tatsächlich schrecklich zynisch sein, das ist mehr als nur ironie des schicksals. ihr lächeln ist dennoch lediglich ironisch, das lächeln, das den tränen schallenden lachens folgt.
wie gerne würde ich mit ihr tauschen. wie gerne wäre ich auch schon so weit.
er ist gekommen.
gekommen um mir zu verdeutlichen, wie vergangen sie tatsächlich ist, die vergangenheit.
er ist gekommen mir zu zeigen wie dünn der halm doch ist, an den ich mich immer noch klammere/klammerte.
er ist gekommen, mir eine vergangenheit zu zerstören, die zu wíchtig war - zu wichtig, um die gegenwart zu schätzen. doch egal wiesehr sie lacht, egal, wiesehr er sich bemüht. das, was war, ist meins.
per fußtritt sehr unsanft in die gegenwart befördert. ich. hier. sehr nackt und nicht gerade souverän.
"schluck's, die krot - ohne widerrede!" - "yes sir / ma'am!" - muss ich ja wohl (oder übel).
totgetrampelte träume. an ihren nackten fußsohlen sehe ich noch fetzen davon. zertrampelte schmetterlingsflügel. sie waren so zerbrechlich, wie wunderschön.
was bleibt von june bar ihrer träume?
schmetterling ohne flügel.
wie ekelhaft kitschig, diese assoziation.
doch: neun leben hat die katze.
(braucht jemand ein kotztüterl?)
nicht einmal selbst kann ich ihn mehr ernst nehmen, den schmerz, so verschwendet wären tränen nach all der zeit. er sitzt so trocken in meiner brust, dass er bitter schmeckt und ich rülpse ihn heraus, hier und jetzt.
"beschmutzt", sage ich, und spucke auf ihre flügel. sie soll auch etwas abhaben davon.
doch anstatt mich zu rügen legt sie mir sanft eine hand auf den kopf und reicht mir mit der anderen das telefon.
"tu's", sagt sie und ihre stimme klingt so weich und zärtlich.
ihn anrufen? ihm zum ersten mal sagen "ich brauche dich!"?
soll ich?
kann ich?
darf ich?
sie wählt für mich. und ich brauche ihn wirklich. hier und heute, sie hat so recht.
arme, die mich halten, ein körper, der mich wärmt, ein du, das schützt vor der kälte - da draußen und im innersten.
soll ich?
wirklich?
jump!
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langsam scheint sich alles zu lichten.
ganz ganz langsam kehrt ruhe ein.
der liebhaber wird zum fixen bestandteil meines lebens, verdrängt zunehmend andere, auch wenn ich m. natürlich auch im letzten urlaub wiedergesehen / wiedergespürt habe. jetzt habe ich sie doch, seine handynummer - und er die meine. sein plan in meine nähe zu ziehen scheint sich zum glück zu zerschlagen. ich weiß jetzt mehr über ihn als ich je wollte (mehr als nichts ist auch nicht schwer zu erreichen).
m. und ich sind nicht gut für mehr als ritualisierte treffen ohne worte.
c., den liebhaber nr.1 sehe ich nun fast jede woche.
wir telefonieren nicht, wir mailen nicht. wenn einem von uns danach ist, fragt er per sms: "was machst du gerade?", wobei niemanden interessiert, was der andere gerade wirklich macht. wenn beide zeit und lust haben, kommt er zu mir.
und manchmal, wie gestern, trinken wir rotwein, ich richte uns eine kleinigkeit zu essen, wie sehen fern, reden, lassen uns ganz langsam fallen in zärtlichkeiten. nicht immer schaffen wir es ins bett und wenn doch kann ich spätestens dort dem vergnügen, mit dem er meine nackte haut berührt, nicht mehr widerstehen. selbst dann nicht, wenn ich meine tage habe.
ich rieche ihn so gern und sein körper tut dem meinen so gut.
wenn ich aufstehe schläft er noch. ich bin allein in meinem morgenritus, ungestört. er legt den schlüssel in meinen postkasten, wenn er geht.
es gibt wieder eine fremde zahnbürste in meinem badezimmer.
wenn ich heimkomme hat er seine spuren beinahe vollständig beseitigt. es ist noch ein hauch des nachschwingens einer anwesenheit. und frisches brot und butter und käse, die vorher nicht da waren. ideal für ein kleines abendessen auf der couch.
kein zettel, keine sms, wir sehen uns wieder - wenn wir beide es wieder brauchen.
eine herbstliebe, wenn es liebe wäre, aber es tut einfach nur gut. und ich darf in seinen armen bei einem anderen sein und er in den meinen wo auch immer er will. ich will nur schlafen können wie ein baby, danach.
und in all dem schäme ich mich dessen, mich bei so vielen menschen, die mir wert und wichtig sind, nicht mehr gemeldet zu haben. es sind diese "virtuellen" bekanntschaften (nicht nur diese), die kleben an diesem pc, der sich für mich kaum noch von arbeit lösen lässt.
ich habe alle messenger-programme schlafend im hintergrund, kann mich nicht aufraffen, sie zu öffnen, auch wenn ich schon lange alban dafür danken wollte, dass er mich noch immer nicht ganz vergessen hat (danke alban - ich habe mich sehr gefreut!) - und er ist bei gott nicht der einzige.
sorry s., dass wir uns so aus den zeilen verloren haben. t. ich habe versprochen, mich zu melden und ich mach es auch, nur momentan ist mein leben anderswo. c.! - ...
mein leben ist zusehr jenseits dieser tastatur - seit langer zeit schon. und weigert sich auch mit ganz wenigen ausnahmen sich da hineinklopfen zu lassen.
ToY
june
ganz ganz langsam kehrt ruhe ein.
der liebhaber wird zum fixen bestandteil meines lebens, verdrängt zunehmend andere, auch wenn ich m. natürlich auch im letzten urlaub wiedergesehen / wiedergespürt habe. jetzt habe ich sie doch, seine handynummer - und er die meine. sein plan in meine nähe zu ziehen scheint sich zum glück zu zerschlagen. ich weiß jetzt mehr über ihn als ich je wollte (mehr als nichts ist auch nicht schwer zu erreichen).
m. und ich sind nicht gut für mehr als ritualisierte treffen ohne worte.
c., den liebhaber nr.1 sehe ich nun fast jede woche.
wir telefonieren nicht, wir mailen nicht. wenn einem von uns danach ist, fragt er per sms: "was machst du gerade?", wobei niemanden interessiert, was der andere gerade wirklich macht. wenn beide zeit und lust haben, kommt er zu mir.
und manchmal, wie gestern, trinken wir rotwein, ich richte uns eine kleinigkeit zu essen, wie sehen fern, reden, lassen uns ganz langsam fallen in zärtlichkeiten. nicht immer schaffen wir es ins bett und wenn doch kann ich spätestens dort dem vergnügen, mit dem er meine nackte haut berührt, nicht mehr widerstehen. selbst dann nicht, wenn ich meine tage habe.
ich rieche ihn so gern und sein körper tut dem meinen so gut.
wenn ich aufstehe schläft er noch. ich bin allein in meinem morgenritus, ungestört. er legt den schlüssel in meinen postkasten, wenn er geht.
es gibt wieder eine fremde zahnbürste in meinem badezimmer.
wenn ich heimkomme hat er seine spuren beinahe vollständig beseitigt. es ist noch ein hauch des nachschwingens einer anwesenheit. und frisches brot und butter und käse, die vorher nicht da waren. ideal für ein kleines abendessen auf der couch.
kein zettel, keine sms, wir sehen uns wieder - wenn wir beide es wieder brauchen.
eine herbstliebe, wenn es liebe wäre, aber es tut einfach nur gut. und ich darf in seinen armen bei einem anderen sein und er in den meinen wo auch immer er will. ich will nur schlafen können wie ein baby, danach.
und in all dem schäme ich mich dessen, mich bei so vielen menschen, die mir wert und wichtig sind, nicht mehr gemeldet zu haben. es sind diese "virtuellen" bekanntschaften (nicht nur diese), die kleben an diesem pc, der sich für mich kaum noch von arbeit lösen lässt.
ich habe alle messenger-programme schlafend im hintergrund, kann mich nicht aufraffen, sie zu öffnen, auch wenn ich schon lange alban dafür danken wollte, dass er mich noch immer nicht ganz vergessen hat (danke alban - ich habe mich sehr gefreut!) - und er ist bei gott nicht der einzige.
sorry s., dass wir uns so aus den zeilen verloren haben. t. ich habe versprochen, mich zu melden und ich mach es auch, nur momentan ist mein leben anderswo. c.! - ...
mein leben ist zusehr jenseits dieser tastatur - seit langer zeit schon. und weigert sich auch mit ganz wenigen ausnahmen sich da hineinklopfen zu lassen.
ToY
june
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"ladies und gentleman, das programm wurde geändert. der preis für die kinokarten wird nicht rückerstattet ein umtausch ist möglich."
der herr hinter der glasscheibe mustert meine eintrittskarte und schüttelt abweisen den kopf: "tut mir leid, junge frau, dieser film gehört auch zu denen, die vorzeitig abgesetzt wurden."
"und was mach ich jetzt?", frage ich,
und weiß, dass ich die antwort hassen werde.
"gehn's doch in eine andere vorstellung, es laufen so viele filme bei uns, suchen sie sich einen aus."
ich zögere wohl zu lange, da drückt er mir einfach eine karte in die hand und zeigt mir den weg. "jetzt gehn's schon, sie halten ja alles auf, sie sind schließlich nicht die einzige hier!"
nein, ich bin nicht die einzige - nicht die einzige im falschen film. nur fragt mich bitte nie wieder jemand, was ich will!
der herr hinter der glasscheibe mustert meine eintrittskarte und schüttelt abweisen den kopf: "tut mir leid, junge frau, dieser film gehört auch zu denen, die vorzeitig abgesetzt wurden."
"und was mach ich jetzt?", frage ich,
und weiß, dass ich die antwort hassen werde.
"gehn's doch in eine andere vorstellung, es laufen so viele filme bei uns, suchen sie sich einen aus."
ich zögere wohl zu lange, da drückt er mir einfach eine karte in die hand und zeigt mir den weg. "jetzt gehn's schon, sie halten ja alles auf, sie sind schließlich nicht die einzige hier!"
nein, ich bin nicht die einzige - nicht die einzige im falschen film. nur fragt mich bitte nie wieder jemand, was ich will!
june - am Sonntag, 2. September 2007, 02:31 - Rubrik: absolute schwachstellen
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die bilder kommen immer noch immer wieder.
in einer endlosschleife, so scheint es.
... als würde ich es nicht müde ...
ich bin es nicht müde. noch nicht. aber auch die zeit wird kommen. dann, wenn es keine neuen details mehr zu entdecken, keine momente des erschreckens mehr gibt.
der film - das "making of" der romanze der letzten jahre - enthüllt nachträglich sukzessive jedes detail, jeden kniff, setzt ins grelle scheinwerferlicht was der regisseur so geschickt verborgen hielt, offenbart selbst die perfekteste täuschung.
mieses drehbuch, gute umsetzung - so alles in allem. guter hauptdarsteller. über weite strecken zumindest. die leistung ließ deutlich nach in den letzten einstellungen, auch das sollte mal gesagt werden.
subtil, die handlungsstränge - zumindest auf den ersten blick, der zweite lässt sie schon etwas platter, ordinärer erscheinen.
seit dem 10. durchlauf wächst die enttäuschung. wie konnte ich mich nur so hinreißen lassen, von diesem billig produzierten schund? erschreckend, nachträglich.
um ein haar hätte der schinken von mir einen oskar erhalten, wo doch ein kleiner schwenk der kamera genügt, um den dilletantismus der performance zu entblößen.
beschämend eigentlich. zutiefst beschämend, um ehrlich zu sein.
in einer endlosschleife, so scheint es.
... als würde ich es nicht müde ...
ich bin es nicht müde. noch nicht. aber auch die zeit wird kommen. dann, wenn es keine neuen details mehr zu entdecken, keine momente des erschreckens mehr gibt.
der film - das "making of" der romanze der letzten jahre - enthüllt nachträglich sukzessive jedes detail, jeden kniff, setzt ins grelle scheinwerferlicht was der regisseur so geschickt verborgen hielt, offenbart selbst die perfekteste täuschung.
mieses drehbuch, gute umsetzung - so alles in allem. guter hauptdarsteller. über weite strecken zumindest. die leistung ließ deutlich nach in den letzten einstellungen, auch das sollte mal gesagt werden.
subtil, die handlungsstränge - zumindest auf den ersten blick, der zweite lässt sie schon etwas platter, ordinärer erscheinen.
seit dem 10. durchlauf wächst die enttäuschung. wie konnte ich mich nur so hinreißen lassen, von diesem billig produzierten schund? erschreckend, nachträglich.
um ein haar hätte der schinken von mir einen oskar erhalten, wo doch ein kleiner schwenk der kamera genügt, um den dilletantismus der performance zu entblößen.
beschämend eigentlich. zutiefst beschämend, um ehrlich zu sein.
june - am Sonntag, 2. September 2007, 02:07 - Rubrik: sodbrennen
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und diesmal kann sie es wieder ganz besonders ...
(auch heute noch!)

"Ich will sie endlich einmal so heftig, so gewaltig spüren, dass ich die Bedeutung, die sie für alle anderen hat, zumindest plausibel finden kann."
Robert Menasse, "Don Juan de la Mancha"
Robert Menasse, "Don Juan de la Mancha"
june - am Freitag, 10. August 2007, 22:13 - Rubrik: querverweise
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es ist so ein quälend langer abschied. das bewusstsein des getrenntseins frisst sich unendlich langsam in ein sein, das sich mit allen kräften dagegen wehrt.
"hey du", würde ich gerne sagen, "hey du, können wir jetzt aufhören damit? es ist genug jetzt, findest du nicht? lass uns aufhören mit dem aufhören, ich habe kein talent dafür.
tag für tag sehe ich dich vor mir. sehe dich im gespräch mit deinen oft so fahrigen gesten, sehe dich an deiner unterlippe nagen beim tippen, sehe deine augen, nachdenklicih oder vorwurfsvoll, sehe die sehnsucht in ihnen und manchmal dieses lachen, dieses ganz bestimmte lachen.
ich sehe uns in diesem café. sehe dich kommen mit der unvermeidbaren zeitung unter dem arm. sehe deinen blick, der so selten still hält, so gerne flieht, sehe deine hand die meine nehmen, deine finger haare von meinem pullover zupfen.
sehe mich auf dem schaffell liegen, stundenlang versunken in gesprächen mit dir, diese wunderbare stimme nicht loslassen wollend, egal, worüber sie spricht und nächte lang tippend, sehnsüchtig aufschreckend bei jeder ankommenden mail, die boxen so laut gestellt, dass der klang bis in den hintersten winkel der wohnung dringt.
ich sehe mich vor dir stehen, zitternd vor aufregung und verlangen und alles vergessend unter deinen berührungen.
ich sehe, ich spüre das alles zu deutlich, zu nah.
komm lass uns aufhören mit dem aufhören. ich habe kein talent dafür.
und erst recht keines für das dich-ersetzen.
so stur, so unleidlich, so fordernd, ungerecht unbarmherzig, so an- auf- erregend, so intensiv zart-zärtlich, hart-herzlich, abweisend, anziehend, so verschroben, verbogen wie du ist keiner.
hörst du mich, du wandelnde zumutung? du mistkerl? hörst du mich? können wir nicht einfach aufhören mit dem aufhören?
die sehnsucht sollte doch endlich weniger werden, endlich einschlafen.
es gibt so viele, die "besser" wären als du. aber weißt du was, ich scheiß auf das "besser". ich sehne mich so danach, mich wieder über dich zu ärgern. ich sehne mich so nach zeilen, die mich weißglühend in die tasten hauen lassen. ich sehne mich so nach der hitze der reibung und dieser unvergleichlichen leidenschaft, die sich viel zu selten entladen durfte.
mir fehlen deine fehler.
ich taumle durch dieses leben, verstehst du? es ist nicht so, dass sich viel verändert hätte. ich kann immer noch toben, wenn in der firma wieder der wahnsinn sein unwesen treibt.
nur gut, dass manche das sogar als inspirierend empfinden - als "ätherisches Gewitter", das ich um mich erzeuge, als "irres Erlebnis", das meine "Ausstrahlung multipliziert" ...
es ist nicht so, dass sich nach außen viel verändert hätte. ich fauche und lache wie immer, fauche vielleicht mehr, lache vielleicht weniger, aber verdammt nochmal du fehlst!
ja, ich habe mehr sex als in der zeit mit dir. du würdest sagen, ich sollte das doch begrüßen, dieses öfter und "besser" gefickt werden.
aber ganz ehrlich: nichts davon berührt meine substanz, nichts dringt durch die poren, nicht die wut, nicht das lachen, nicht die leidenschaft.
lass uns doch - ach lass uns doch aufhören mit dem aufhören.
ich hab dazu einfach so gar keine lust.
"hey du", würde ich gerne sagen, "hey du, können wir jetzt aufhören damit? es ist genug jetzt, findest du nicht? lass uns aufhören mit dem aufhören, ich habe kein talent dafür.
tag für tag sehe ich dich vor mir. sehe dich im gespräch mit deinen oft so fahrigen gesten, sehe dich an deiner unterlippe nagen beim tippen, sehe deine augen, nachdenklicih oder vorwurfsvoll, sehe die sehnsucht in ihnen und manchmal dieses lachen, dieses ganz bestimmte lachen.
ich sehe uns in diesem café. sehe dich kommen mit der unvermeidbaren zeitung unter dem arm. sehe deinen blick, der so selten still hält, so gerne flieht, sehe deine hand die meine nehmen, deine finger haare von meinem pullover zupfen.
sehe mich auf dem schaffell liegen, stundenlang versunken in gesprächen mit dir, diese wunderbare stimme nicht loslassen wollend, egal, worüber sie spricht und nächte lang tippend, sehnsüchtig aufschreckend bei jeder ankommenden mail, die boxen so laut gestellt, dass der klang bis in den hintersten winkel der wohnung dringt.
ich sehe mich vor dir stehen, zitternd vor aufregung und verlangen und alles vergessend unter deinen berührungen.
ich sehe, ich spüre das alles zu deutlich, zu nah.
komm lass uns aufhören mit dem aufhören. ich habe kein talent dafür.
und erst recht keines für das dich-ersetzen.
so stur, so unleidlich, so fordernd, ungerecht unbarmherzig, so an- auf- erregend, so intensiv zart-zärtlich, hart-herzlich, abweisend, anziehend, so verschroben, verbogen wie du ist keiner.
hörst du mich, du wandelnde zumutung? du mistkerl? hörst du mich? können wir nicht einfach aufhören mit dem aufhören?
die sehnsucht sollte doch endlich weniger werden, endlich einschlafen.
es gibt so viele, die "besser" wären als du. aber weißt du was, ich scheiß auf das "besser". ich sehne mich so danach, mich wieder über dich zu ärgern. ich sehne mich so nach zeilen, die mich weißglühend in die tasten hauen lassen. ich sehne mich so nach der hitze der reibung und dieser unvergleichlichen leidenschaft, die sich viel zu selten entladen durfte.
mir fehlen deine fehler.
ich taumle durch dieses leben, verstehst du? es ist nicht so, dass sich viel verändert hätte. ich kann immer noch toben, wenn in der firma wieder der wahnsinn sein unwesen treibt.
nur gut, dass manche das sogar als inspirierend empfinden - als "ätherisches Gewitter", das ich um mich erzeuge, als "irres Erlebnis", das meine "Ausstrahlung multipliziert" ...
es ist nicht so, dass sich nach außen viel verändert hätte. ich fauche und lache wie immer, fauche vielleicht mehr, lache vielleicht weniger, aber verdammt nochmal du fehlst!
ja, ich habe mehr sex als in der zeit mit dir. du würdest sagen, ich sollte das doch begrüßen, dieses öfter und "besser" gefickt werden.
aber ganz ehrlich: nichts davon berührt meine substanz, nichts dringt durch die poren, nicht die wut, nicht das lachen, nicht die leidenschaft.
lass uns doch - ach lass uns doch aufhören mit dem aufhören.
ich hab dazu einfach so gar keine lust.
an erfahrenes, erspürtes, erträumt-erlebtes.
erinnerungen an eine zeit, in der das spürbare irritationslos nicht faktisch, rationalisierbar war.
ein leben - scheinbar - ín einer anderen dimension.
heilbar, behandelbar. ver-rückung. - nicht stark genug den pillen zu widerstehen.
zu viel spüren ist therapierbar.
nur eine gehirnchemische störung.
bekommen "wir" alles wieder in den griff.
erinnerungen an eine welt hinter der nächsten tür.
onkel doktor lächelnd hat den schlüssel nie entwendet.
mit schmeichelnder stimme hat er nur den mut entführt die je wieder zu öffnen,
diese tür.
die tür - gleich neben an.
so fest halte ich ihn in meiner faust, dass die nägel den ballen verletzen,
den schlüssel zu der türe, hinter der ich euch alle finde, euch alle - auch dich.
nichts ist niemals ímmer ewig unwiderruflich vorbei.
nichts ist niemals
nie endgültig
verloren.
alles wartet immer irgendwo auf seine wiederkehr.
und sei es nur
hinter der nächsten tür.
seelenschreie,
eine mondin so blass,
nur die hälfte ihrerselbst - wie auch ich.
erinnerungen.
sehnsucht.
feigheit.
funktionieren.
perfekt.
alles.
einen zarten kuss auf deinen nacken hauchen,
mit den fingerspitzen deinen handrücken kaum spürbar streifen.
alles ist möglich - hinter der tür.
alles haben können zu einem dumpingpreis.
es kostet nur ...
den verstand,
den verstand, der nicht viel wert ist in zeiten wie diesen, seien wir doch ehrlich,
ich habe ihn hier - in meiner hand - den schlüssel.
wer kommt mit?
erinnerungen an eine zeit, in der das spürbare irritationslos nicht faktisch, rationalisierbar war.
ein leben - scheinbar - ín einer anderen dimension.
heilbar, behandelbar. ver-rückung. - nicht stark genug den pillen zu widerstehen.
zu viel spüren ist therapierbar.
nur eine gehirnchemische störung.
bekommen "wir" alles wieder in den griff.
erinnerungen an eine welt hinter der nächsten tür.
onkel doktor lächelnd hat den schlüssel nie entwendet.
mit schmeichelnder stimme hat er nur den mut entführt die je wieder zu öffnen,
diese tür.
die tür - gleich neben an.
so fest halte ich ihn in meiner faust, dass die nägel den ballen verletzen,
den schlüssel zu der türe, hinter der ich euch alle finde, euch alle - auch dich.
nichts ist niemals ímmer ewig unwiderruflich vorbei.
nichts ist niemals
nie endgültig
verloren.
alles wartet immer irgendwo auf seine wiederkehr.
und sei es nur
hinter der nächsten tür.
seelenschreie,
eine mondin so blass,
nur die hälfte ihrerselbst - wie auch ich.
erinnerungen.
sehnsucht.
feigheit.
funktionieren.
perfekt.
alles.
einen zarten kuss auf deinen nacken hauchen,
mit den fingerspitzen deinen handrücken kaum spürbar streifen.
alles ist möglich - hinter der tür.
alles haben können zu einem dumpingpreis.
es kostet nur ...
den verstand,
den verstand, der nicht viel wert ist in zeiten wie diesen, seien wir doch ehrlich,
ich habe ihn hier - in meiner hand - den schlüssel.
wer kommt mit?