Kennt Ihr das? Stundenlang am Herd stehen und dann selbst gar keinen Hunger mehr zu haben? - Ohne nebenbei dauernd ausufernd zu kosten, meine ich?
Vielleicht ist das aber mit dem Kosten beim Kochen auch so, dass es einem gar nicht so richtig auffällt.
Also ich meine: Vielleicht ist das so wie an jemanden denken, wenn man verliebt ist, man tut es irgendwie ständig, aber es wird einem irgendwann nicht mehr gewahr. Nur dann, wenn man es nicht mehr tut, dann fällt es auf, dann ist zu viel nicht gefüllter Platz für Gedanken und Bilder im Kopf. Dann ist da etwas leer, wo man gar nicht wusste, wie viel Fülle vorhanden war. Dann ist da sowas wie ... Hunger.
Hm ...
Vielleicht ist das aber mit dem Kosten beim Kochen auch so, dass es einem gar nicht so richtig auffällt.
Also ich meine: Vielleicht ist das so wie an jemanden denken, wenn man verliebt ist, man tut es irgendwie ständig, aber es wird einem irgendwann nicht mehr gewahr. Nur dann, wenn man es nicht mehr tut, dann fällt es auf, dann ist zu viel nicht gefüllter Platz für Gedanken und Bilder im Kopf. Dann ist da etwas leer, wo man gar nicht wusste, wie viel Fülle vorhanden war. Dann ist da sowas wie ... Hunger.
Hm ...
Wie sehr mir diese ausufernden Gespräche in einer größeren Gruppe fehlen, die völlig unerwartet einen erstaunlichen Themenbogen spannen und doch nie ins (zu) Seichte abgleiten, das weiß ich immer erst, wenn ich sie wieder erlebt habe.
Hirnwixen ist super!
Hirnwixen ist super!
Jössasnaaa (sagt man das so? Gefühlt lautmalerisch sollte das zur Stimmung passen.)
Es ist kein Zufall, dass ich das lange Schweigen hier mit einem Kochrezept durchbrochen habe. Das war ein hartes gut halbes Jahr, das hinter mir liegt. Viele Umbrüche, viele Abschiede, auch viel zerstörtes Vertrauen und menschliche Enttäuschungen.
Beruflich bin ich jetzt mitten in einem Neubeginn. Endlich wieder etwas, das aufgebaut werden will. Ein neues "Baby", das viel Zeit und Energie fordert. Doch wenn ich weiß wofür ich kämpfe, wohin ich will, kommt die Kraft, die es braucht wie von selbst.
Und ich hole sie mir zudem bei gutem Essen, mit Menschen, die mir gut tun, die sind, was sie zu sein vorgeben, in der Wanne, mit Büchern und mit Männern, die auch bereit sind, mir einfach nur den Nacken zu massieren oder auf der Couch beim Fernsehen meine Füße.
Auch wenn das ganz und gar nicht meine Jahreszeit ist, der Herbst, mit den immer noch kürzer werdenden Tagen, wenn es immer kälter wird, regnerisch, neblig, mit immer häufigerem Morgenfrost, versuche ich ihn dieses Jahr zu genießen.
Cocooning ist angesagt.
Beruflich bin ich jetzt mitten in einem Neubeginn. Endlich wieder etwas, das aufgebaut werden will. Ein neues "Baby", das viel Zeit und Energie fordert. Doch wenn ich weiß wofür ich kämpfe, wohin ich will, kommt die Kraft, die es braucht wie von selbst.
Und ich hole sie mir zudem bei gutem Essen, mit Menschen, die mir gut tun, die sind, was sie zu sein vorgeben, in der Wanne, mit Büchern und mit Männern, die auch bereit sind, mir einfach nur den Nacken zu massieren oder auf der Couch beim Fernsehen meine Füße.
Auch wenn das ganz und gar nicht meine Jahreszeit ist, der Herbst, mit den immer noch kürzer werdenden Tagen, wenn es immer kälter wird, regnerisch, neblig, mit immer häufigerem Morgenfrost, versuche ich ihn dieses Jahr zu genießen.
Cocooning ist angesagt.
Weil ich wieder mal ein neues dodelsicheres Rezept ausprobiert habe, will ich Euch das nicht vorenthalten.
Zutaten:
Olivenöl
Zwiebel
Rohschinken
1 frischer Thymianzweig (gibt es bei mir nicht, ein bisschen gerebelter geht auch)
Eierschwammerl (Pfifferlinge)
Halbtrockener Weißwein (gibt es bei mir nicht - trockener tut es auch)
Mascarpone
Petersilie
Pfeffer, Salz
Zwiebel würfeln in heißem Öl zusammen mit den Rohschinkenstreifen anschwitzen, Eierschwammerl kurz mitbraten, mit Weißwein ablöschen, Thymianzweig dazu geben und einkochen lassen.
Mascarpone dazu geben, in der Pfanne schmelzen lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken.
Thymianzweig rausfischen und das Ganze über die Tagliatelle (ich nehme immer die Lasagnette von De Cecco) leeren.
Na gut, besser klingt es, würde ich schreiben: Die Tagliatelle auf dem Teller anrichten, die Pfifferling-Mascarpone-Sauce über die Nudeln geben und servieren - schmeckt aber gleich. :)
Parmesan gehört natürlich nicht drüber, aber ich ignoriere das.
Zutaten:
Olivenöl
Zwiebel
Rohschinken
1 frischer Thymianzweig (gibt es bei mir nicht, ein bisschen gerebelter geht auch)
Eierschwammerl (Pfifferlinge)
Halbtrockener Weißwein (gibt es bei mir nicht - trockener tut es auch)
Mascarpone
Petersilie
Pfeffer, Salz
Zwiebel würfeln in heißem Öl zusammen mit den Rohschinkenstreifen anschwitzen, Eierschwammerl kurz mitbraten, mit Weißwein ablöschen, Thymianzweig dazu geben und einkochen lassen.
Mascarpone dazu geben, in der Pfanne schmelzen lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken.
Thymianzweig rausfischen und das Ganze über die Tagliatelle (ich nehme immer die Lasagnette von De Cecco) leeren.
Na gut, besser klingt es, würde ich schreiben: Die Tagliatelle auf dem Teller anrichten, die Pfifferling-Mascarpone-Sauce über die Nudeln geben und servieren - schmeckt aber gleich. :)
Parmesan gehört natürlich nicht drüber, aber ich ignoriere das.
june - am Sonntag, 17. Oktober 2010, 18:04 - Rubrik: mehr oder weniger essbares
Immer, wenn ich denke, ich würde mich nur alt und müde *fühlen*, belehrt mich der Spiegel eines Besseren.
Liebes Leben,
lass uns doch bitte mal in Ruhe miteinander reden.
Wie wäre es jetzt endlich mal mit einem Waffenstillstand?
Wenn ich dir verspreche endlich damit zu beginnen, der Realität ins Auge zu sehen, wenn ich endlich aufhöre damit, nur das zu glauben, was ich glauben will, wenn ich damit aufhöre, Gefühle über Fakten zu stellen, liebes Leben, wärst du dann bereit deine Keule wieder weg zu packen? Mir eine kleine Pause zu vergönnen?
Dieses "Was-dich-nicht-umbringt-macht-dich-stärker"-Dings, das hat, lass dir das gesagt sein, auch seine Grenzen und meine - hörst du mir zu? - meine ist jetzt mehr als nur erreicht.
In tiefer Verbundenheit
Deine June
lass uns doch bitte mal in Ruhe miteinander reden.
Wie wäre es jetzt endlich mal mit einem Waffenstillstand?
Wenn ich dir verspreche endlich damit zu beginnen, der Realität ins Auge zu sehen, wenn ich endlich aufhöre damit, nur das zu glauben, was ich glauben will, wenn ich damit aufhöre, Gefühle über Fakten zu stellen, liebes Leben, wärst du dann bereit deine Keule wieder weg zu packen? Mir eine kleine Pause zu vergönnen?
Dieses "Was-dich-nicht-umbringt-macht-dich-stärker"-Dings, das hat, lass dir das gesagt sein, auch seine Grenzen und meine - hörst du mir zu? - meine ist jetzt mehr als nur erreicht.
In tiefer Verbundenheit
Deine June
june - am Mittwoch, 15. September 2010, 19:52 - Rubrik: absolute schwachstellen
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"Übertreib bitte nicht mit unserer Trennung."
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AW: "Trenn dich bitte von deiner Übertreibung."
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AW: "Trenn dich bitte von deiner Übertreibung."
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