Wer von Ihnen kennt das auch?
Da zuckel ich so ganz gemütlich auf der Autobahn dahin (in Österreich ist das Tempolimit 130), höre eine CD, singe mit (keine Sorge, natürlich nur ohne BeifahrerIn), denke an nichts Böses und immer, wen ich auf den Tacho sehe, zeigt der gute 150. Ich gehe vom Gas oder bremse ab und nehme mir vor, das Tempo zu halten - Schwupps beim nächsten Blick auf den Tacho schon wieder: 20 - 25 Km/h zu viel. Egal ob Baustellen 80er oder IGL-100er, immer gut 20 zu viel.
Und wieder einmal haben die netten Herrn mit den hübschen Käppis genau an einer Stelle gelauert, an der ich mich trällernd auf meinen inneren Tempomaten verlassen habe.
Ob ich diesen Defekt strafmildernd gelten lassen kann?
Ich denke, ich könnte nämlich durchaus belegen, dass der nicht *nur* beim Autofahren streikt.
Da zuckel ich so ganz gemütlich auf der Autobahn dahin (in Österreich ist das Tempolimit 130), höre eine CD, singe mit (keine Sorge, natürlich nur ohne BeifahrerIn), denke an nichts Böses und immer, wen ich auf den Tacho sehe, zeigt der gute 150. Ich gehe vom Gas oder bremse ab und nehme mir vor, das Tempo zu halten - Schwupps beim nächsten Blick auf den Tacho schon wieder: 20 - 25 Km/h zu viel. Egal ob Baustellen 80er oder IGL-100er, immer gut 20 zu viel.
Und wieder einmal haben die netten Herrn mit den hübschen Käppis genau an einer Stelle gelauert, an der ich mich trällernd auf meinen inneren Tempomaten verlassen habe.
Ob ich diesen Defekt strafmildernd gelten lassen kann?
Ich denke, ich könnte nämlich durchaus belegen, dass der nicht *nur* beim Autofahren streikt.
Heute Nachmittag: Rundherum Schnee und eine Terrasse auf ca. 2.000 Metern, umringt von in der Sonne glitzernden weißen Berggipfeln, dazu strahlend blauer Himmel und so warm, dass ein T-Shirt genügt.
Veneziano trinken, plaudern, lesen, zwischendurch in die Sonne blinzeln oder mit der Katze spielen. Vom Hausdach tropft das Schmelzwasser und beinahe scheint die Hoffnung darauf, dass er endlich kommt, der Frühling, berechtigt.
Man verschone mich doch bitte mit:
"Morgen wechselnd bewölkt und in Westösterreich allmählich etwas Regen und Schneefall. Schneefallgrenze: 600 bis 1100m. Zwischendurch sonnig im Nordosten. Maximal minus 4 bis plus 7 Grad."
oder:
Übermorgen, Montag: Sonnenschein und Wolken wechseln einander ab. Dazu bläst kalter, zeitweise lebhafter Wind aus Nord bis Nordost. Der Höchstwert liegt nur um 0 Grad.
Ich will nicht mehr. Ich fordere hiermit Frühling - und zwar JETZT!
Veneziano trinken, plaudern, lesen, zwischendurch in die Sonne blinzeln oder mit der Katze spielen. Vom Hausdach tropft das Schmelzwasser und beinahe scheint die Hoffnung darauf, dass er endlich kommt, der Frühling, berechtigt.
Man verschone mich doch bitte mit:
"Morgen wechselnd bewölkt und in Westösterreich allmählich etwas Regen und Schneefall. Schneefallgrenze: 600 bis 1100m. Zwischendurch sonnig im Nordosten. Maximal minus 4 bis plus 7 Grad."
oder:
Übermorgen, Montag: Sonnenschein und Wolken wechseln einander ab. Dazu bläst kalter, zeitweise lebhafter Wind aus Nord bis Nordost. Der Höchstwert liegt nur um 0 Grad.
Ich will nicht mehr. Ich fordere hiermit Frühling - und zwar JETZT!
lieber Besucher aus Googlestadt, aber die "Sklavin Resi" wohnt hier nicht. Vielleicht versuchen Sie es mal den Gang runter immer grad aus und die 5. Tür links.
june - am Freitag, 18. Februar 2011, 16:34 - Rubrik: querverweise
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Gestern eine Mail bekommen mit dem Inhalt: "Ich sag nichts mehr."
Ich kann das verstehen. Man sollte viel öfter sagen, dass man nichts sagt, das Gegenüber könnte das Schweigen sonst missverstehen. Das wäre echt blöd.
Ich kann das verstehen. Man sollte viel öfter sagen, dass man nichts sagt, das Gegenüber könnte das Schweigen sonst missverstehen. Das wäre echt blöd.
Wie die, die das hier zwischendurch ein bisschen verfolgen wissen, war hier jetzt lange Zeit ziemliche Funkstille. Mir war die Lust am Bloggen vergangen und Energien anderweitig zu sehr gebunden - in einem Bereich meines Lebens über den ich hier dezidiert *nicht* schreiben will.
Auch bei den NachbarInnen hab ich immer wieder gelesen, aber die Lust mich dazu zu äußern fehlte völlig.
Und ausgerechnet jetzt, als diese Lust wieder kam, sind es Streitigkeiten, die es mir schwer machen, ihr nach zu kommen. So viele Themen die mich reizen würden und ständig dieses Gefühl, es würde einem als Parteinahme ausgelegt - nicht für oder gegen eine Aussage, sondern für oder gegen die Person, die dahinter steht.
Das ist ein sehr ungutes Gefühl.
"Also, June", sag ich mir, "halt einfach die Klappe und beschränk dich auf deinen eigenen Schrebergarten." Und leise grummelnd tue ich mein Bestes mir selbst zu gehorchen. - Ich hätte nämlich furchtbar Lust zu streiten, aber gar keine, jemanden dabei zu verletzen.
Auch bei den NachbarInnen hab ich immer wieder gelesen, aber die Lust mich dazu zu äußern fehlte völlig.
Und ausgerechnet jetzt, als diese Lust wieder kam, sind es Streitigkeiten, die es mir schwer machen, ihr nach zu kommen. So viele Themen die mich reizen würden und ständig dieses Gefühl, es würde einem als Parteinahme ausgelegt - nicht für oder gegen eine Aussage, sondern für oder gegen die Person, die dahinter steht.
Das ist ein sehr ungutes Gefühl.
"Also, June", sag ich mir, "halt einfach die Klappe und beschränk dich auf deinen eigenen Schrebergarten." Und leise grummelnd tue ich mein Bestes mir selbst zu gehorchen. - Ich hätte nämlich furchtbar Lust zu streiten, aber gar keine, jemanden dabei zu verletzen.
june - am Montag, 14. Februar 2011, 19:11 - Rubrik: sodbrennen
aber das hier geht mir nicht mehr wirklich aus dem Kopf, seit ich es gelesen hab:
Das Blog verhält sich zum Leben wie Kakaopulver zur Praline.
Ich persönlich find das aber schon sowas von treffend!
Das Blog verhält sich zum Leben wie Kakaopulver zur Praline.
Ich persönlich find das aber schon sowas von treffend!
june - am Montag, 14. Februar 2011, 00:14 - Rubrik: querverweise
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Die zentrale Urban Legend dieser June ist ihre - ich meine das bitte sehr lieb - Lover-Unabhängigkeit.
Wären Zigaretten Lover, dann würde sie eine frühlingswiesenartige Aura umgeben: man kann dann und wann eine rauchen, aber brauchen tut man sie nicht und dementsprechend lang sind die Phasen, wo man ganz ohne auskommt.
Woher dieses Bedürfnis stammt, sich als prinzipiell unbemannte Frau zu sehen, bleibt rätselhaft.
Zumal es keine mir bekannte Phase ihres Lebens gibt, wo sie nicht mindestens zwei- bis dreigleisig fuhr - ONS nicht eingerechnet, die sie komplett verdrängt. Ich liebe sie für ihren gut 25 Jahre anhaltenden Appetit, alle anderen auch außer Vati/Mutti vielleicht.
Aber dennoch liebt sie nichts so sehr wie das Zelebrieren des demonstrativen Rauswurfs eines Lovers aus ihrem Bett. Ich finde das fast schon wieder rührend.
Wären Zigaretten Lover, dann würde sie eine frühlingswiesenartige Aura umgeben: man kann dann und wann eine rauchen, aber brauchen tut man sie nicht und dementsprechend lang sind die Phasen, wo man ganz ohne auskommt.
Woher dieses Bedürfnis stammt, sich als prinzipiell unbemannte Frau zu sehen, bleibt rätselhaft.
Zumal es keine mir bekannte Phase ihres Lebens gibt, wo sie nicht mindestens zwei- bis dreigleisig fuhr - ONS nicht eingerechnet, die sie komplett verdrängt. Ich liebe sie für ihren gut 25 Jahre anhaltenden Appetit, alle anderen auch außer Vati/Mutti vielleicht.
Aber dennoch liebt sie nichts so sehr wie das Zelebrieren des demonstrativen Rauswurfs eines Lovers aus ihrem Bett. Ich finde das fast schon wieder rührend.
june - am Sonntag, 13. Februar 2011, 23:09 - Rubrik: Selbst- und Fremdbild
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"Um Gottes Willen, bitte nicht so eine Karrieretussi!", hätte er sich bei seinem Vorstellungsgespräch gedacht, verriet mir ein freier Mitarbeiter nicht mehr ganz nüchtern nach einem Team-Meeting im letzten Jahr.
Den ersten Eindruck, den er von mir hatte, hat er dann noch ausführlicher geschildert, sehr plastisch, leider bin ich nicht mehr in der Lage, seine Worte zu wiederholen.
... "Aber dann hab ich mitbekommen, du bist ja gar nicht so, du bist echt in Ordnung und was im Kopf hast du auch."
Den ersten Eindruck, den er von mir hatte, hat er dann noch ausführlicher geschildert, sehr plastisch, leider bin ich nicht mehr in der Lage, seine Worte zu wiederholen.
... "Aber dann hab ich mitbekommen, du bist ja gar nicht so, du bist echt in Ordnung und was im Kopf hast du auch."
june - am Sonntag, 13. Februar 2011, 17:15 - Rubrik: Selbst- und Fremdbild
Und dieses unterscheidet sich von den vorhergehenden, weil es ein vorweggenommenes ist.
"Du würdest", würde er sicher schreiben, "Du würdest fast jedem von denen einen Platz in deinem Bett reservieren, sei ehrlich!"
Mit "denen" sind die hier gemeint:
- Tattoo
- Tattoo II
- Tattoo III
Und ich weiß, er würde mich einmal mehr des Selbstbetrugs bezichtigen, würde ich ihm sagen, dass ich nicht blind bin, dass ich einen schönen Körper schon erkenne, wenn ich ihn sehe, aber dass keiner, kein Einziger davon Begehren in mir wecken kann.
"Du würdest", würde er sicher schreiben, "Du würdest fast jedem von denen einen Platz in deinem Bett reservieren, sei ehrlich!"
Mit "denen" sind die hier gemeint:
- Tattoo
- Tattoo II
- Tattoo III
Und ich weiß, er würde mich einmal mehr des Selbstbetrugs bezichtigen, würde ich ihm sagen, dass ich nicht blind bin, dass ich einen schönen Körper schon erkenne, wenn ich ihn sehe, aber dass keiner, kein Einziger davon Begehren in mir wecken kann.
june - am Samstag, 12. Februar 2011, 21:46 - Rubrik: Selbst- und Fremdbild
Ein Mann ist ein Resonanzkörper, er klingt so wie du ihn spielst. In mir ist, schätze ich, vergleichsweise wenig Dominanz. Aber ich war und bin ein Riesen-Dom, wenn du es willst und machst.
Ich gebe dir ein Beispiel: [...]
Jeder Mann, der dein selig verzauberte Gesicht bei diesem Akt sieht, diese bedingungslose Hingabe, wird in diesem Moment zu einem Riesen-Dom, da kann er fast nicht anders.
Anders und sehr vereinfacht gesagt: Du machst deinen Dom, indem du Sklavin in dir zulässt. Indem du als Sklavin vor ihn trittst. Nackt, mit gesenktem Blick, bis ins Innerste erschaudernd über dieses Gefühl des Ausgesetztseins.
Für dich ist das schwerer als für viele Frauen, die ein gewisses natürlichen vor-oder nachfeministisches Devotheitsempfinden haben. Du bist eine furchtbar stolze Amazone.
Dieser Halbgott, nach dem du dich sehnst, der dich sozusagen ohne zu fragen und sogar gegen deinen Willen fällt, den gibt es wie andere Götter halt nicht. Du musst schon von selbst den Kopf senken und ihm entgegengehen.
Ich weiß das das geht, ich habe es erlebt, nie intensiver als mit dir.
Ich gebe dir ein Beispiel: [...]
Jeder Mann, der dein selig verzauberte Gesicht bei diesem Akt sieht, diese bedingungslose Hingabe, wird in diesem Moment zu einem Riesen-Dom, da kann er fast nicht anders.
Anders und sehr vereinfacht gesagt: Du machst deinen Dom, indem du Sklavin in dir zulässt. Indem du als Sklavin vor ihn trittst. Nackt, mit gesenktem Blick, bis ins Innerste erschaudernd über dieses Gefühl des Ausgesetztseins.
Für dich ist das schwerer als für viele Frauen, die ein gewisses natürlichen vor-oder nachfeministisches Devotheitsempfinden haben. Du bist eine furchtbar stolze Amazone.
Dieser Halbgott, nach dem du dich sehnst, der dich sozusagen ohne zu fragen und sogar gegen deinen Willen fällt, den gibt es wie andere Götter halt nicht. Du musst schon von selbst den Kopf senken und ihm entgegengehen.
Ich weiß das das geht, ich habe es erlebt, nie intensiver als mit dir.
june - am Samstag, 12. Februar 2011, 20:47 - Rubrik: Selbst- und Fremdbild
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Ich fürchte Du leidest unter einer sonderbaren Schizophrenie. Einerseits ist alles an dir auf Unbeugsamkeit konditioniert. Den extrem aufrechten Gang, den du hast, hat man nicht zufällig. Das ist schon Ausdruck deiner Persönlichkeit. Du als Person, als Erscheinung, als Lebensrolle bist von Kopf bis Fuß auf unbeirrbarem Kurs, deinem. So begegnest Du allen Männern außer mir, kommt mir vor. Ihr seid immer auf gleicher Augenhöhe oder Du schaust leicht herunter auf sie: "Schau rauf zu mir Baby, ich beiß nicht".
Ein, zwei, drei Männer in deinem Leben, zu denen ich offenkundig zähle, haben unter dieser Egopanzerung eine devot empfindende Sehnsuchtssklavin entdeckt. Von deinem Erschrecken über diese Entdeckung erholst Du dich sozusagen zeitlebens nicht. Zu diesen Männern, jedenfalls aber ganz sicher zu mir, hast Du ein verunsichertes und daher stets krisenanfälliges Verhältnis. Wie sollst Du ihnen begegnen? Mit sozusagen ständig gesenktem Sklavinnenblick? Oder so wie allen anderen, mit geradem, offenen, herausfordernden Blick auf selber Höhe? Willst Du deinen Herren und Meister oder einen netten Typ wie jeden anderen auch: diese Frage ist die geheime Schlüsselfrage deines Lebens, fürchte ich.
Ein, zwei, drei Männer in deinem Leben, zu denen ich offenkundig zähle, haben unter dieser Egopanzerung eine devot empfindende Sehnsuchtssklavin entdeckt. Von deinem Erschrecken über diese Entdeckung erholst Du dich sozusagen zeitlebens nicht. Zu diesen Männern, jedenfalls aber ganz sicher zu mir, hast Du ein verunsichertes und daher stets krisenanfälliges Verhältnis. Wie sollst Du ihnen begegnen? Mit sozusagen ständig gesenktem Sklavinnenblick? Oder so wie allen anderen, mit geradem, offenen, herausfordernden Blick auf selber Höhe? Willst Du deinen Herren und Meister oder einen netten Typ wie jeden anderen auch: diese Frage ist die geheime Schlüsselfrage deines Lebens, fürchte ich.
june - am Samstag, 12. Februar 2011, 14:48 - Rubrik: Selbst- und Fremdbild