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Nach über 30 gemeinsamen Jahren ist der Mann, der mir all diese Eskapaden, die hier nachlesbar sind, erlaubt und ermöglicht hat, im letzten Jahr gegangen.
Er, der meine Drama-Queen getragen, er, der mir den Halt gegeben hat, mich auf den Treibsand zu wagen.

Ich habe ihm das Blut von den Lippen und aus dem Mund gewischt. Ich habe ihn ein letztes Mal mit einem Lappen gewaschen. Ich habe ihm sein letztes T-Shirt angezogen. Ich habe ihm seinen letzten Schal umgebunden.

Ich war da, als sein Körper kalt und steif wurde. Ich lag neben ihm, eine halbe Nacht lang, als er nur noch Körper war und immer blasser wurde.

He's gone.
And so am I.

https://youtu.be/YdGY7kBvGAQ


Respect

Überforderung.

Momentan würde ich mir so wünschen, dass, niemand was von mir will, ich wünschte mir eine Phase, in der ich total überflüssig bin und *nichts* machen muss.
Ein Gefühl wie Einsamkeit oder Langeweile ist mir so fremd. Wie muss sich das anfühlen? Wie ist das Gefühl zu viel Zeit zu haben? Zu allein zu sein?

Ich will in dieser trägen Sommerhitze mit einem Buch oder auch einfach nur Löcher in die Luft starrend rumhängen. Ich will aszozial sein dürfen.

Verdammt, gerade jetzt wäre ich wirklich nichts lieber als überflüssig.

Kömödien enden mit der Hochzeit,
Tragödien mit dem Tod.
Ansonsten sind sie nicht so verschieden.

[...]

Die Eleaten glaubten nicht an Veränderung, an Bewegung.
Wann hört ein Ding auf, es selbst zu sein und ein anderes zu werden?
Diogenes geht schweigend auf und ab.
Können wir uns verändern und dieselben bleiben?
Ich erinnere mich.
Ich wiederhole.

[aus: Siri Hustved; Der Sommer ohne Männer]


So viel Raum, so viel Klang, so viel gutes Schweigen, so viel Stimmigkeit im Augenblick, so viel Zärtlichkeit.
So ein mühsamer Kampf gegen die Sehnsucht nach mehr.

Ich habe mich nur scheinbar selbst besiegt.