sagt B., mit einem Fragezeichen, so leise, dass eine Antwort vielleicht gar nicht nötig wäre, während wir in Bademänteln in der Frühlingssonne sitzen (vielleicht aber auch beim Abendessen oder später in der Hotelbar, ich weiß es nicht mehr so genau).
"Ja", lache ich, "Manchmal beinahe schon ein kleines Klammeräffchen."
Ich lese "Axolotl". "Irgendwann habe ich geliebt, mit jeder Pore und voll mit triefendem Kitsch und da habe ich aufgehört zu denken. Was für eine Befreiung. Denn es war nicht nur Reflex, es war plötzlich implodieren und weich werden. So weich, dass ich immer nur lächeln konnte, denn ich habe nichts mehr gespürt, außer mich selbst zerfließen."
Und ich weiß nicht, ob diese Sätze von Helene Hegemann sind, oder ob sie sie geklaut hat. Ich weiß nur, dass es MEINE Sätze sind.
"Ja", lache ich, "Manchmal beinahe schon ein kleines Klammeräffchen."
Ich lese "Axolotl". "Irgendwann habe ich geliebt, mit jeder Pore und voll mit triefendem Kitsch und da habe ich aufgehört zu denken. Was für eine Befreiung. Denn es war nicht nur Reflex, es war plötzlich implodieren und weich werden. So weich, dass ich immer nur lächeln konnte, denn ich habe nichts mehr gespürt, außer mich selbst zerfließen."
Und ich weiß nicht, ob diese Sätze von Helene Hegemann sind, oder ob sie sie geklaut hat. Ich weiß nur, dass es MEINE Sätze sind.
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... naja nicht ganz, aber fast.
Mir dafür geht es so wunderbar erdschwer-schwerelos wie schon lange nicht mehr.
Wie leicht man vergisst, was für ein wunderbares Leben man doch eigentlich hat, einfach nur begraben unter einem Müllberg von im Grunde genommen trivialen kleinen Schikanen.
Danke!
Mir dafür geht es so wunderbar erdschwer-schwerelos wie schon lange nicht mehr.
Wie leicht man vergisst, was für ein wunderbares Leben man doch eigentlich hat, einfach nur begraben unter einem Müllberg von im Grunde genommen trivialen kleinen Schikanen.
Danke!
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"Scheib hier weiter", fordert er. Getrieben von der Hoffung, ich könnte seine voyeuristische Ader bedienen.
9 Jahre ist "changes" jetzt alt. Also um ganz genau zu sein: 9 Jahre war "changes" gestern alt.
Und hier gibt es kein Futter für Voyeuristen. Nicht bewusst, nicht böswillig. Einfach so.
Ich müsste entsprechenden Stoff erfinden. Könnte ich - natürlich - wäre nur Arbeit und für Arbeit lasse ich mich dann doch lieber (ohnehin imho zu gering) bezahlen.
Ich bin derzeit so unspektakulär, so uninteressant wie dieses Blog. Mich hält die Kälte gefangen. Ich kann tanzen, was ich fühle, ich kann es nicht schreiben. Schreiben ist (ab)kühl(end) (für mich), tanzen ist warm, manchmal auch heiß.
Nein, ich werde mich hier nicht schreibend abkühlen, um vom Blick von außen, zudem in Kälte zu erstarren.
Nicht jetzt.
Nicht hier.
Nicht, wenn draußen ohnehin alles droht einzufrieren. - Unter einem - btw. - fantastischen Vollmond.
9 Jahre ist "changes" jetzt alt. Also um ganz genau zu sein: 9 Jahre war "changes" gestern alt.
Und hier gibt es kein Futter für Voyeuristen. Nicht bewusst, nicht böswillig. Einfach so.
Ich müsste entsprechenden Stoff erfinden. Könnte ich - natürlich - wäre nur Arbeit und für Arbeit lasse ich mich dann doch lieber (ohnehin imho zu gering) bezahlen.
Ich bin derzeit so unspektakulär, so uninteressant wie dieses Blog. Mich hält die Kälte gefangen. Ich kann tanzen, was ich fühle, ich kann es nicht schreiben. Schreiben ist (ab)kühl(end) (für mich), tanzen ist warm, manchmal auch heiß.
Nein, ich werde mich hier nicht schreibend abkühlen, um vom Blick von außen, zudem in Kälte zu erstarren.
Nicht jetzt.
Nicht hier.
Nicht, wenn draußen ohnehin alles droht einzufrieren. - Unter einem - btw. - fantastischen Vollmond.
Schrodinger's Cat: Wanted Dead & Alive
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Couldn't you just come over here?
Could you?
Would you?
Please me?
Here's someone in need.
Could you?
Would you?
Please me?
Here's someone in need.
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sagt er, während er einen Handkuss andeutet in der Dunkelheit des Hofs, mein polnischer Parkplatznachbar, der bereits letzten Winter immer wieder mein Auto abgekehrt hat, der mich immer so anstrahlt, wenn er mich trifft.
Irgendwann in diesem Sommer hat er mir auch seinen Namen gesagt. Ich hab ihn vergessen,
"Ich liebe dich", sagt er und "schönen Abend". Später denke ich mir, es hätte auch beängstigend sein können, allein in dieser Dunkelheit mit einem eigentlich Fremden. Im Moment war da aber nur Unsicherheit, Verlegenheit und ein bisschen Traurigkeit. Traurigkeit, weil es so ehrlich klang, trotz des seines Lächelns.
Ein einfacher Mensch, ganz und gar kein ungehobelter oder grober, nein, ein einfacher Mensch, nicht verkopft, nicht verkrampft mit seinen Arbeiterhänden und vermutlich Staub in den Haaren, den man im Sommer in der Sonne sieht, bei Dunkelheit nur erahnen kann, so weit weg von Zuhause in einem Land, in dem er nie "dazu gehören" wird, mit so viel Mut und Herzlichkeit.
Er versucht erst gar nicht, mich aufzuhalten. Er schenkt mir sein "Ich liebe dich" wie eine Blume und ich stehe da mit leeren Händen, beschämt und frage mich, wann ich das zum letzten Mal gehört habe, dieses "Ich liebe dich". Ich frage mich auch wann ich zuletzt den Mut hatte, es selbst auszusprechen.
Genau so: Ohne Erwartung, ohne Anklage, ohne "Verdammt! ..." - in dieser Deutlichkeit und nicht per Mail oder am Telefon.
Ich kann mich kaum mehr erinnern.
Irgendwann in diesem Sommer hat er mir auch seinen Namen gesagt. Ich hab ihn vergessen,
"Ich liebe dich", sagt er und "schönen Abend". Später denke ich mir, es hätte auch beängstigend sein können, allein in dieser Dunkelheit mit einem eigentlich Fremden. Im Moment war da aber nur Unsicherheit, Verlegenheit und ein bisschen Traurigkeit. Traurigkeit, weil es so ehrlich klang, trotz des seines Lächelns.
Ein einfacher Mensch, ganz und gar kein ungehobelter oder grober, nein, ein einfacher Mensch, nicht verkopft, nicht verkrampft mit seinen Arbeiterhänden und vermutlich Staub in den Haaren, den man im Sommer in der Sonne sieht, bei Dunkelheit nur erahnen kann, so weit weg von Zuhause in einem Land, in dem er nie "dazu gehören" wird, mit so viel Mut und Herzlichkeit.
Er versucht erst gar nicht, mich aufzuhalten. Er schenkt mir sein "Ich liebe dich" wie eine Blume und ich stehe da mit leeren Händen, beschämt und frage mich, wann ich das zum letzten Mal gehört habe, dieses "Ich liebe dich". Ich frage mich auch wann ich zuletzt den Mut hatte, es selbst auszusprechen.
Genau so: Ohne Erwartung, ohne Anklage, ohne "Verdammt! ..." - in dieser Deutlichkeit und nicht per Mail oder am Telefon.
Ich kann mich kaum mehr erinnern.
june - am Dienstag, 22. November 2011, 19:56 - Rubrik: absolute schwachstellen
Warum sollten wir versuchen, das Leben leicht zu nehmen?
Warum sollten wir versuchen es zu füllen mit Momenten des Glücklichseins, des Gefühls des Ganzseins?
Warum sollten wir uns gut tun?
Warum sollten wir es uns gönnen, einander - und wenn es nur für Momente ist - glücklich zu machen?
Warum eigentlich? - Wenn es doch auch ganz anders geht.
Wir ersparen uns doch so viel.
Wir ersparen uns die Angst davor
zu verlieren, was schön ist,
zu verlieren, was gut tut,
zu verlieren, was glücklich macht.
Sich auch einen kleinen Traum verweigern mindert definitiv die Gefahr irgendwann einen großen zu verlieren.
Wer gleich gar keine Sandburg baut, braucht sich vor der Flut nicht zu fürchten.
-> Mail deleted, Papierkorb geleert.
Warum sollten wir versuchen es zu füllen mit Momenten des Glücklichseins, des Gefühls des Ganzseins?
Warum sollten wir uns gut tun?
Warum sollten wir es uns gönnen, einander - und wenn es nur für Momente ist - glücklich zu machen?
Warum eigentlich? - Wenn es doch auch ganz anders geht.
Wir ersparen uns doch so viel.
Wir ersparen uns die Angst davor
zu verlieren, was schön ist,
zu verlieren, was gut tut,
zu verlieren, was glücklich macht.
Sich auch einen kleinen Traum verweigern mindert definitiv die Gefahr irgendwann einen großen zu verlieren.
Wer gleich gar keine Sandburg baut, braucht sich vor der Flut nicht zu fürchten.
-> Mail deleted, Papierkorb geleert.
june - am Freitag, 18. November 2011, 21:07 - Rubrik: absolute schwachstellen