wir haben uns den tag frei genommen, g. und ich, haben uns zum brunch getroffen und sind dann durch die stadt spaziert, haben eine ausstellung besucht, waren im einen und anderen geschäft ein paar sachen anprobieren. er wollte mir etwas schenken, aber es ist nicht die zeit für geschenke, nicht die zeit etwas anzunehmen, das über seine zuneigung hinausgeht und ich kann auch nichts geben - nicht meinen körper und viel zu wenig von meinen gedanken.
es sind die typischen nachwehen, die immer eintreten, wenn f. gerade wieder eine dieser phasen hatte, in denen ihn irgendetwas zu drängen scheint, wieder durch mein leben zu pflügen.
er rüttelt an jedem balken, öffnet jede türe, verlangt einlass in jedes zimmer, nur um wortlos eben so unvermutet wie er gekommen ist auch wieder zu verschwinden.
zurück bleibt ein chaos zerschlagener illusionen und hoffnungen und ein berg offener fragen.
zurück bleibt traurigkeit, wut, verzweiflung, verständnislosigkeit und dieses gefühl missbraucht worden zu sein und es zugelassen zu haben. schon wieder. einmal mehr.
es ist beinahe schon vertraut, das gefühl der ersten tage danach, dieses gefühl getrennt zu sein von allem, als läge eine gallertartige masse zwischen mir und der welt, als würde ich mich wie in zeitlupe bewegen, alles spürbar verzögert bei mir ankommen.
ich kann nichts geben, in dieser zeit, brauche alle kraft, die ich habe, um dinge wieder an ihren platz zu tragen, andere zu begraben und diese stimme zum schweigen zu bringen, diese stimme in meinem kopf mit ihren vielen antworten auf meine vielen fragen, die ich nicht hören will, nur bitte einfach nicht hören will.
es sind die typischen nachwehen, die immer eintreten, wenn f. gerade wieder eine dieser phasen hatte, in denen ihn irgendetwas zu drängen scheint, wieder durch mein leben zu pflügen.
er rüttelt an jedem balken, öffnet jede türe, verlangt einlass in jedes zimmer, nur um wortlos eben so unvermutet wie er gekommen ist auch wieder zu verschwinden.
zurück bleibt ein chaos zerschlagener illusionen und hoffnungen und ein berg offener fragen.
zurück bleibt traurigkeit, wut, verzweiflung, verständnislosigkeit und dieses gefühl missbraucht worden zu sein und es zugelassen zu haben. schon wieder. einmal mehr.
es ist beinahe schon vertraut, das gefühl der ersten tage danach, dieses gefühl getrennt zu sein von allem, als läge eine gallertartige masse zwischen mir und der welt, als würde ich mich wie in zeitlupe bewegen, alles spürbar verzögert bei mir ankommen.
ich kann nichts geben, in dieser zeit, brauche alle kraft, die ich habe, um dinge wieder an ihren platz zu tragen, andere zu begraben und diese stimme zum schweigen zu bringen, diese stimme in meinem kopf mit ihren vielen antworten auf meine vielen fragen, die ich nicht hören will, nur bitte einfach nicht hören will.
june - am Freitag, 8. Februar 2008, 21:00 - Rubrik: absolute schwachstellen
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eigentlich wollte ich es doch auslassen, das resumee, aber wie könnte ich miss kinkys bitte widerstehen.
einen detaillierteren rückblick habe ich versucht zu schreiben, aber das ist völlig unmöglich. viel zu viele bilder, viel zu ungeordnet, ineinander verschwimmend und unmöglich in worte zu fassen. es war ein zeitraubender versuch, der restlos scheiterte.
kein rückblick also, mehr eine standortbestimmung - wieder einmal.
was ist geblieben von diesen fünf jahren?
da war dieser mann, der eine tür öffnete zu einem teil von mir, der sich immer im verborgenen gehalten hatte, den ich nicht einmal bekämpft, sondern schlicht ignoriert, negiert hatte, der submissiv-devote teil.
dieser teil von mir, dieses wesen in mir, unterwarf sich ihm beinahe vollständig, fand in ihm seine droge, was nicht schlimm gewesen wäre, hätte er nicht auch die frau in mir so tief berührt.
die geschichte, diese gesamte geschichte ist hier zu lesen - vor allem für die, die fähig sind, auch zwischen den zeilen zu lesen. die geschichte einer großen leidenschaft. anziehung, zurückweisung, streichelheiten und schläge (körperliche, die lust bereiten und die striemen hinterlassen; seelische, die nichts als schmerzen verursachten, von denen wunden bleiben und narben), überwundener stolz, was gesund ist und stärkt; angeschlagene selbstachtung, die wieder zurückerobert werden muss.
eine trennung ohne loslösung, ein verzweifelter kampf um nähe und distanz, ausgefochten vor allem mit mir selbst, eine flucht in alle möglichen richtungen, alle möglichen arme, gehetzt, gertrieben, gezogen, geschoben - erschreckend fremdbestimmt über weite - viel zu weite - strecken.
das alles war teil dieser fünf jahre.
es geht immer noch um das loslösen von träumen von einem bestimmten mann, darum sinnlose hoffnungen über bord zu werfen und auch nicht mehr aufkommen zu lassen, wenn sie doch wieder zaghaft genährt werden.
es geht immer noch darum zu akzeptieren, dass sie vorbei sind, diese jahre, und dass es kein zurück mehr gibt.
einen detaillierteren rückblick habe ich versucht zu schreiben, aber das ist völlig unmöglich. viel zu viele bilder, viel zu ungeordnet, ineinander verschwimmend und unmöglich in worte zu fassen. es war ein zeitraubender versuch, der restlos scheiterte.
kein rückblick also, mehr eine standortbestimmung - wieder einmal.
was ist geblieben von diesen fünf jahren?
da war dieser mann, der eine tür öffnete zu einem teil von mir, der sich immer im verborgenen gehalten hatte, den ich nicht einmal bekämpft, sondern schlicht ignoriert, negiert hatte, der submissiv-devote teil.
dieser teil von mir, dieses wesen in mir, unterwarf sich ihm beinahe vollständig, fand in ihm seine droge, was nicht schlimm gewesen wäre, hätte er nicht auch die frau in mir so tief berührt.
die geschichte, diese gesamte geschichte ist hier zu lesen - vor allem für die, die fähig sind, auch zwischen den zeilen zu lesen. die geschichte einer großen leidenschaft. anziehung, zurückweisung, streichelheiten und schläge (körperliche, die lust bereiten und die striemen hinterlassen; seelische, die nichts als schmerzen verursachten, von denen wunden bleiben und narben), überwundener stolz, was gesund ist und stärkt; angeschlagene selbstachtung, die wieder zurückerobert werden muss.
eine trennung ohne loslösung, ein verzweifelter kampf um nähe und distanz, ausgefochten vor allem mit mir selbst, eine flucht in alle möglichen richtungen, alle möglichen arme, gehetzt, gertrieben, gezogen, geschoben - erschreckend fremdbestimmt über weite - viel zu weite - strecken.
das alles war teil dieser fünf jahre.
es geht immer noch um das loslösen von träumen von einem bestimmten mann, darum sinnlose hoffnungen über bord zu werfen und auch nicht mehr aufkommen zu lassen, wenn sie doch wieder zaghaft genährt werden.
es geht immer noch darum zu akzeptieren, dass sie vorbei sind, diese jahre, und dass es kein zurück mehr gibt.
neumond und online seit 1826 tagen, also 5 jahren.
wäre doch ein guter anlass, ein resumee zu ziehen, nicht?
wäre doch ein guter anlass, ein resumee zu ziehen, nicht?
june - am Mittwoch, 6. Februar 2008, 18:38 - Rubrik: trennlinien
ich entferne mich von g., ohne das zu wollen.
ich muss ihn regelmäßig sehen, brauche den kontinuierlichen kontakt, um ihm auch platz einräumen zu können, in meinen gedanken, also wäre es wichtig gewesen, ihn heute zu sehen.
30 minuten vor der verabredeten zeit war ich zuhause. und wer war nicht da? die dame, die dafür hätte sorgen sollen, dass die wohnung wieder in einem solchen zustand ist, dass ich gerne besuch empfange.
"schicksal", dachte ich, und sagte ab.
("ausrede, du feige nuss", flüsterte eine gemeine kleine stimme in meinem hinterkopf, der ich auf der stelle den mund verbat.)
in einer anderen "causa" dafür ins kalte wasser gesprungen.
wer steckt schon dem hamster den finger durch die käfigstäbe, wenn er auch einem löwen den kopf in den rachen legen kann? ;)
ich muss ihn regelmäßig sehen, brauche den kontinuierlichen kontakt, um ihm auch platz einräumen zu können, in meinen gedanken, also wäre es wichtig gewesen, ihn heute zu sehen.
30 minuten vor der verabredeten zeit war ich zuhause. und wer war nicht da? die dame, die dafür hätte sorgen sollen, dass die wohnung wieder in einem solchen zustand ist, dass ich gerne besuch empfange.
"schicksal", dachte ich, und sagte ab.
("ausrede, du feige nuss", flüsterte eine gemeine kleine stimme in meinem hinterkopf, der ich auf der stelle den mund verbat.)
in einer anderen "causa" dafür ins kalte wasser gesprungen.
wer steckt schon dem hamster den finger durch die käfigstäbe, wenn er auch einem löwen den kopf in den rachen legen kann? ;)
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june - am Samstag, 2. Februar 2008, 23:26 - Rubrik: querverweise
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[wissend, dass jeder tag eine neue weiche setzen kann ...]
wäre ich am 16. mai 1988 nicht diese straße entlang gegangen, nicht genau zu dieser zeit - mein leben wäre ein vollkommen anderes.
manchmal wäre ich neugierig, wie es sich anfühlen würde, diese andere zu sein, die ich in dieser nacht hinter mir gelassen habe.
ich habe den leisen verdacht auch mit ihr nicht tauschen zu wollen.
n o c h nicht.
wäre ich am 16. mai 1988 nicht diese straße entlang gegangen, nicht genau zu dieser zeit - mein leben wäre ein vollkommen anderes.
manchmal wäre ich neugierig, wie es sich anfühlen würde, diese andere zu sein, die ich in dieser nacht hinter mir gelassen habe.
ich habe den leisen verdacht auch mit ihr nicht tauschen zu wollen.
n o c h nicht.
june - am Samstag, 2. Februar 2008, 01:15 - Rubrik: trennlinien
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habe g. heute nach der arbeit in seinem büro besucht, kaffee getrunken mit ihm und ihm zugehört.
beinahe wohlig gebadet in seiner "normalität" in seinen ganz normalen problemen, seiner bodenständigkeit, berechenbarkeit.
er war allein dort. hätte mich auch ohne probleme schnappen können und auf seinem schreibtisch ficken. nicht, dass ich heute in stimmung dazu gewesen wäre, ganz und gar nicht, aber der punkt ist: er würde es nie tun ohne ein klares signal meinerseits.
so gern g. mich härter anfasst, so auffällig oder unauffällig er immer wieder nach meiner gerte schielt, wenn er denkt, ich merke es nicht, er würde nie den schritt wagen.
dieses letzte mal, als er bei mir war, ich stand nackt über den schreibtisch gebeugt, um eine andere playliste zu wählen. ich scherzte, es war irgendein neckender satz über die schulter als er neben mir stand und mit der hand ausholte. alle nervenenden schienen feuer zu fangen in erwartung des schlages, aber seine hand landete nur sanft auf meinem hintern und der biss in meinen nacken war zärtlich-spielerisch.
ich denke, es ist gut, es so zu belassen. ich habe auch keine solchen fantasien mit ihm.
um ehrlich zu sein: ich habe gar keine fantasien mit ihm.
das sollte ich ihm verzeihen können.
denn manchmal tut es so gut, in dieser normalität zu baden.
ich möchte nicht tauschen mit ihm.
beinahe wohlig gebadet in seiner "normalität" in seinen ganz normalen problemen, seiner bodenständigkeit, berechenbarkeit.
er war allein dort. hätte mich auch ohne probleme schnappen können und auf seinem schreibtisch ficken. nicht, dass ich heute in stimmung dazu gewesen wäre, ganz und gar nicht, aber der punkt ist: er würde es nie tun ohne ein klares signal meinerseits.
so gern g. mich härter anfasst, so auffällig oder unauffällig er immer wieder nach meiner gerte schielt, wenn er denkt, ich merke es nicht, er würde nie den schritt wagen.
dieses letzte mal, als er bei mir war, ich stand nackt über den schreibtisch gebeugt, um eine andere playliste zu wählen. ich scherzte, es war irgendein neckender satz über die schulter als er neben mir stand und mit der hand ausholte. alle nervenenden schienen feuer zu fangen in erwartung des schlages, aber seine hand landete nur sanft auf meinem hintern und der biss in meinen nacken war zärtlich-spielerisch.
ich denke, es ist gut, es so zu belassen. ich habe auch keine solchen fantasien mit ihm.
um ehrlich zu sein: ich habe gar keine fantasien mit ihm.
das sollte ich ihm verzeihen können.
denn manchmal tut es so gut, in dieser normalität zu baden.
ich möchte nicht tauschen mit ihm.
june - am Freitag, 1. Februar 2008, 20:43 - Rubrik: ambivalenzen
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nicht selbst nach worten suchen müssen ...
vielleicht brauch ich einfach nur jemanden, der mir den arsch versohlt, damit ich wieder klar denken kann… nein, das wäre auch wieder scheiße, weil ich dann mehr will… also doch ans meer um zur ruhe zu kommen
vielleicht brauch ich einfach nur jemanden, der mir den arsch versohlt, damit ich wieder klar denken kann… nein, das wäre auch wieder scheiße, weil ich dann mehr will… also doch ans meer um zur ruhe zu kommen
june - am Donnerstag, 31. Januar 2008, 23:59 - Rubrik: absolute schwachstellen
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