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Viel zu lange hatte ich viel zu wenig Zeit für Bloggerland und es wird wohl auch so bleiben, aber wenn ich dann in den wenigen Momenten, in denen ich mir die Zeit dafür nehme, zum Beispiel dieser vertrauten Fremden wieder begegne, die mich schon seit so vielen Jahren, schon seit einer Zeit ganz wo anders im virtuellen Raum, begleitet, und die plötzlich so viel mehr wieder wie die klingt, die ich so bewundert und geliebt habe für diese Texte, die ich so ohne den geringsten inneren Widerstand absorbierte, als würden sie meiner eigenen Seele entspringen, dann wünsche ich mir die Zeiten der fast endlosen Nächte zurück.

Zeiten, in denen es Zeit genug gab, nicht nur das, das an der Oberfläche sprudelte hier herein zu spucken, sondern in mir nach dem zu suchen, was darunter treibt, und Worte dafür zu finden und den Worten und Stimmungen anderer nachzuspüren. - Und auch den so lange nicht mehr gelesenen FreundInnen zwischendurch lange Mails zu schreiben.

Wo habe ich sie nur verloren, diese Zeit? Viel gearbeitet habe ich doch immer schon, nur wann kam der Punkt, an dem so wenig davon für mich übrig geblieben ist?
Ich frage mich wirklich. Ich weiß tatsächlich nicht, wann sich was so verändert hat.

Ob ich die wohl irgendwann wiederfinde, diese verlorene Zeit? Irgendwo ganz hinten in einer Schublade wie den vor Jahren verschluderten Pass, an den ich mich nicht mal mehr erinnern konnte?

Oder gab es da eine Zeit - und ich habe das nur vergessen - in der mein Tag mehr als 24 Stunden hatte?