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Da stolpert man dann auch über Filme, die man sich vermutlich noch monatelang nicht angesehen hätte, wie "Flashdance", wobei das doch DER Film war, der mich damals wieder zum Tanzen brachte, nachdem klassisches Ballett mir verboten wurde. Und die Rhythmen gehen immer noch ganz durch, lassen es gar nicht zu, dass ich auf meiner Couch still halte.

Das hier hat sich auch wieder erledigt. Und einmal mehr beweist sich, dass Dramen oft erst durch ihre Auflösung so wirklich gut werden. :)

Vollmond & Rotwein - immer noch &


"Wenn ich an Sex denke, dann denke ich, spätestens nach 30 Sekunden, an dich. Wenn ich an dich denke, dann gibt es zwei Möglichkeiten: ich ärger mich über dich oder ich denke an den besten Sex weit und breit, schon gehabten, noch geplanten."

schreibt er. Und ich denke mir, das ist seltsam, weil es mir oft genug ähnlich geht, bis ich stutze ... Nein, nein, das stimmt nicht. Ich ärgere mich nicht, ich bin nicht ärgerlich, ich bin wütend. Ärger grummelt vor sich hin, Wut explodiert, ist ganz und gar energetisch, will herausplatzen, sich offenbaren.

Peut-être c'est la différence ...

Gut passte zu diesen Gedanken dieses wunderbare Anais-Nin-Zitat das heute bei Paul Reichenbach in "Die Dschungel" (kurz) zu lesen war, dessen bin ich mir zumindest sicher, auch wenn es dort nicht mehr ist.

Leider, ich habe es nicht auswendig im Kopf. Sollte Monsieur Paul es mir nicht "schenken", bleibt mir nur noch ein:

"Vive la différence!" & Prost

Rotwein und Vollmond sind eine wunderbare Mischung!

Gestern Nacht war er wieder einmal im TV, dieser Film, und ich wollt ihn aufnehmen. Wie schon so oft war die Aufnahme jedoch abgebrochen (manchmal hasse ich diesen Festplattenrecorder).

Aber sie ist gerade noch drauf - die Aufnahme bricht erst eine Minute später ab - diese Szene, diese *meine* Lieblingsszene, die, in der Nicole Kidman gerade etwas geraucht hat (Tom Cruise auch, aber dem nimmt man es nicht ab), die Szene, die damit beginnt, dass sie auf seine Aussage hin, er wisse, sie würde ihn nicht betrügen, weil sie seine Frau wäre und die Mutter seines Kindes sagt: "DU bist dir deiner wirklich ziemlich sicher, hab ich Recht?", er sich leicht entnervt zurück lehnt und entgegnet: "Nein, ich bin mir deiner sicher."

Woraufhin sie zu lachen beginnt. Und dann dieser Monolog:

"Weißt du noch, unser Urlaub letzten Sommer auf Cape Cod? Und ein Abend, als wir im Speisesaal des Hotels gesessen haben, da war doch ein junger Marine-Offizier, er saß mit zwei anderen Offizieren an einem Nachbartisch, weißt du noch? Der Ober kam mit einem Zettel für ihn, darauf hin ist er aufgestanden. Klingelt da gar nichts bei dir?

Also schön. Das erste Mal war ich ihm Morgens begegnet an der Rezeption. Er war gerade im Hotel angekommen und er folgte dem Kofferträger mit seinen Sachen in den Fahrstuhl. Und als er durch die Halle lief, hat mich sein Blick gestreift, nur gestreift, nichts weiter, aber ich dachte, ich falle ins Bodenlose.

An diesem Nachmittag ist Helena mit ihrer Freundin im Kino gewesen und ich hab mit dir geschlafen. Wir haben große Pläne gemacht für unsere Zukunft und wir haben auch über Helena geredet. Dennoch hat es nciht eine Sekunde gegeben, wo er mir jemals aus dem Sinn gegangen wäre.
Und ich dachte: 'Nur ein Wort von diesem Mann, auch wenn er nichts von mir gewollt hätte, außer einer Nacht ...', ich hätte sofort ohne zu überlegen einfach alles aufgegeben. Dich, Helena, meine ganze scheiß Zukunft. Einfach alles!

Und im gleichen Augenblick ... und das hat mich so durcheinander gebracht ... warst du mir so nahe wie nie und in dem Moment war meine Liebe zu dir, sie war sowohl traurig als auch zärtlich.
Ich hab in der Nacht kaum ein Auge zugetan und morgens bin ich aufgewacht und hatte Panik. Ich wusste nicht, ob ich Angst hatte, dass er weg ist, oder ob ich Angst hatte, dass er immer noch da ist.

Am Abend ist dann klar gewesen, dass er weg ist.
Und ich war wahnsinnig erleichtert."

eine wunderbare Nacht wünsche ich.
Sie ist aber nicht zum letzten Mal so prachtvoll in diesem Jahr, Mme Luna, es gibt einen Blue Moon am 31.12.2009 um 20.13 Uhr.
Was wird das wohl wieder für ein Silvester ...


Christmond, 02.12.09 08:28, 10°14' Zwilling
"Blue Moon", 31.12.09 20:13, 10°14' Krebs (partielle Mondfinsternis)

Wenn man mich fragt, ist es ein eindeutiger Verstoß gegen Art. 3 der EMRK, wenn man von mir verlangt, über 150 Seiten Gesetzestext durch zu arbeiten.

das wollte ich auch mal gesagt haben, um die Zeit noch wach sein zu können, zu dürfen, weil Zeit genug bleibt, um dem Körper die Zeit zu geben, die er braucht, um zu schlafen. Mit gutem Gewissen ziellos wach sein, ziellos surfen, da und dort kommentieren, die eine oder andere Mail schreiben, nebenbei im Fernsehen ein Film, den man nicht mitbekommt, Kulisse, die das Gefühl vermittelt, all das nur "nebenbei" zu tun. So schlecht ist das gar nicht, dieses "Nebenbei", als solches kann man sich eine derartige Beschäftigung noch eher erlauben.
Wenn man schon nicht mitten drinnen sein kann im Leben (was das dann wäre, möge jede/r Leser/in doch jetzt sofort für sich entscheiden), sollte man sich zumindest ab und zu den Luxus gönnen und Zeit klauen dafür, lustvoll nebenbei dabei zu sein. Finde ich.

ganz verdammt gut darin, mir meine eigene kleine Welt zu kreieren, die ich dann mit all ihren Schwächen liebe, mit der ich gut klar komme.

Zu dieser kleinen Welt gehört auch ein Prise Selbstbetrug.

Nicht, dass ich um den nicht wüsste, ich erwarte nicht mehr, als dass man ihn mir lässt. Er ist eh nur ganz privat, stört niemanden sonst.

Dazu gehört, mir aus dir ein Bild zu malen. Es ist kein perfektes Bild, kein gefälliges Bild, es ist kraftvoll, irritierend ein bisschen grob, aber in seinem Kern warm und liebevoll, es ist herausfordernd und wundervoll und neigt dazu den Rahmen zu sprengen.

Keiner außer dir könnte es schaffen, dieses Bild klein zu machen - und es bemühten sich schon einige darum. Ich habe es x-mal abgehängt, x-mal in eine Ecke verbannt, aber es ist nun mal so: Ich fühle mich gut mit ihm an meiner Wand, allen Gegenargumenten zum Trotz.

Dass du mir keine andere Wahl zu lassen scheinst, dieses Bild zu bewahren, als dich aus meinem Leben zu streichen, das nehme ich dir manchmal echt übel - so richtig übel.

Und ich wünschte, du würdest einmal kapieren, dass wir - auch gestern noch - so selten und doch so wunderbare Stunden erleben konnten, das haben wir auch ihm zu verdanken, diesem Bild.

Frau erfährt täglich Neues.

1.) An Gewalt gegen Frauen sind Frauen prinzipiell selber schuld. Die haben dann fettige Haare, nehmen nach jedem Wort einen Zug aus einer Zigarette und sind sexuell unbefriedigt, wenn der zahnluckerte Bsuff weggewiesen wird.

2.) [Daher] kommt der Großteil der Anzeigen ohnehin nur von Frauen, die sich bereichern wollen.

3.) Gewalt gegen Männer ist alltäglich und allgegenwärtig und wird trotz GIS-Gebühren beinhart verschwiegen.

4.) Männer gehen nur in die Kneipe, weil es keine Männerhäuser gibt.

5.) Wenn Männer auszucken und zuschlagen, ist das ohnehin kein Wunder, da sie von Frauen tagtäglich tyrannisiert werden.

6.) Seelische Qual gibt es nur bei Weiberstänkereien, so eine ordentliche Watschn ist wenigstens rein physisch.

7.) Sind es doch eh nur Ausländer, die gewalttätig werden.


Na gut, danke, dann weiß ich das jetzt auch.

Was beklag ich mich eigentlich andauernd über die eigene Laschheit? Den plärrenden Wecker drei Stunden lang im 9-Minutentakt wieder auszuschalten, zeugt doch von ziemlicher Konsequenz und Durchhaltevermögen.

:)))

So viele Jahre (wie viele genau? Sind es wirklich schon sechs?), so viele scheinbar unüberwindbare Hürden und Verletzungen, so viele Missverständnisse, Vorwürfe, Rückzüge und doch scheint es, als könnten wir nicht von einander lassen.

Mit ihm hätte ich mir mit Fug und Recht einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde in der Rubrik "die meisten gebrochenen Vorsätze" verdient. Was das betrifft bin ich zur Gewohnheits- und Überzeugungstäterin geworden.

Ohne ihn hätte ich nie so viel über mich gelernt, ohne ihn wäre so vieles einfacher, unkomplizierter, geradliniger, sicherer, leichter, bequemer. Ich könnte mich für stärker halten, kontrollierter, rationaler, selbstbeherrschter.

Ohne ihn wäre Selbstbetrug so viel einfacher.
Diese Nebenwirkungen habe ich nie bewusst in Kauf genommen.
Beipackzettel mal wieder nicht gelesen. - Auch typisch für mich.

Kreative Menschen haben laut einer britischen Studie im Schnitt fast doppelt so viele Sexpartner wie andere. Außerdem teilen sie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit schizophrenen Patienten.

Könnte es an den ungewöhnlich erträglichen Temperaturen für diese Zeit liegen, dass meine Hormone einen auf Frühling machen? (Meine Rose und meine Orchideen beginnen auch zu treiben.)

& Trolle im Internet.

Ist ohnehin willkommen, diese Diskussion, hätte sonst nicht viel zu schreiben.

Vorab aber:
Was ist eigentlich so schlimm an "Selbstmitleid"? Natürlich leide ich mit mir selbst, wenn ich leide, mit wem denn sonst? Diese Mitleidstour, die sich aufs Leid Anderer drauf setzt, konnte ich noch nie so richtig leiden. Ich kann versuchen zu verstehen, versuchen zu stützen, da zu sein. Mit-leiden? Egozentrismus pur, wenn man mich fragt.

Ich leide allerdings nicht sehr häufig. Manchmal stinkt mich so ziemlich alles an, da fühle ich mich kraftlos und überfordert. Manchmal packt mich die Sehnsucht nach was-auch-immer. Und manchmal geht die Drama-Queen mit mir durch, die ich besonders mag, weil sie immer gut ist für einen Lacher - wenn auch nicht im Moment, so doch zumindest mit ein paar Schritten Abstand.
Für Mitleid mit mir selbst fehlt mir meist der nötige Ernst im Umgang mit mir selbst, das vermiesen mir die kleinen Stimmen im Hinterkopf, die auch im größten Drama weit spitzere Bemerkungen machen können als jeder Troll im Internet, der sich berufen fühlt zwar selbst nichts von sich Preis zu geben, aber Anderen "helfend" den "Spiegel vor zu halten" (ganz selbstlos, versteht sich). - Und das beziehe ich nicht auf den oben verlinkten Thread sondern andere Beobachtungen, die ich - man verzeihe mir das - nicht verlinken werde.

Die anonyme Präsenz im Internet ist immer Ventil. Und das ist gut so. (Manchmal auch schlecht, da es auch vergiftend wirken kann, wenn sich jemand frei "auskotzt" in öffentlichem Raum, aber solches ist ein Blog an sich ja nicht, das ist immer noch ein privater Raum, den man als BesucherIn bewusst betritt oder auch nicht.)

Wohl alle, die sich hier im virtuellen Raum äußern oder darstellen, erfüllen damit ein Bedürfnis. Ist eines schlechter als das andere? Wer sich öffentlich macht, muss Kritik vertragen können. Muss er sich aber auch ein Mäntelchen verpassen lassen? Ist ein sich gegen Zuschreibungen (ver)wehren gleich ein "Schmollen"? Sind Interpretationen nicht immer auch eine Sache derjenigen oder desjenigen, die/der interpretiert?

"Das Missverständnis ist immer die Verantwortung des Senders" (so oder so ähnlich - nein, nicht so, sondern nur so ähnlich - lautet ein wichtiger Satz der Kommunikationstheorie), aber das greift gerade hier, wo es nichts gibt als das Wort, wo die Mimik, die Gestik, der Tonfall fehlt, eindeutig zu kurz. Da sagen Zuschreibungen dann oft doch mehr aus über einen selbst als über die Person, der sie zugedacht sind.

Nochmal: Ja, alle, die sich öffentlich machen, müssen auch mit weniger verständnisvollem Feedback rechnen und sollten das auch schätzen, so es ehrlich und ernst gemeint ist, so es auf echtem Interesse fußt. Leider ist das selten der Fall.

nur einfach ein angenehmer Abend unter Freunden mit meinem Ohr und meinem Rat für sein Chaos und das passte ganz und gar. Sein "Danke!!!" per SMS danach wäre nicht nötig gewesen, meine Sehnsucht, von der er nichts weiß, hätte er ohnehin nicht stillen können.

Diese Sehnsucht, die sich durch diesen Traum wieder Gehör verschaffte nach einer Woche, die keinen Platz ließ für Anderes als Arbeit, manchmal auch 16 Stunden am Tag bis zum annähernden Zusammenbruch. Ich hatte mir auch schon überlegt wieder auf Öffis umzusteigen in der Hoffnung auf die Schweinegrippe, im Wunsch danach eine Woche und vielleicht sogar mehr einfach nur im Bett zu liegen, fiebernd, schlafend, Tee trinkend ... eine Woche nicht funktionieren müssen, wie schön wäre das ...

Außer eintägigen psychosomatisch bedingten Auslassern ereilt mich aber nichts, das mir eine längere Pause verordnet, also muss ich wohl durch. Und mit etwas Glück sind es zumindest Träume, die wieder Energie geben. Solche Träume wie der von letzter Nacht, in dem ich gefesselt auf meinem Bett lag und da nichts war als seine Hände, seine Lippen, seine Zunge. Hände, die mich an meinem Haar zu einem Bogen spannten, die Klammern an meinen Brustwarzen, meinen Schamlippen anbrachten, Hände, Lippen, eine Zunge, die meinen Körper streichelten, Zähne, die die Klammern wieder lösten, ein Körper, der sich fest, schwer, warm auf mich legte, Hände, die die Fesseln lösten, Umarmungen, Küsse ...

Was für ein Traum! Ich will den Winter in solchen Träumen verschlafen dürfen. Mehr brauche ich nicht.

aus dem mich heute Morgen der Wecker riss - ganz kurz, bevor ich kam. Den halben Vormittag über hat er mich verfolgt, als er begann sich zu verflüchtigen, versuchte ich ihn aufzuhalten.

Ich stehe immer noch unter Strom.
Schön, dass G. immer noch so oft so ganz kurzfristig Zeit und Lust hat, mich zu besuchen. :)