wie der mond.
entziehen sich mir, um mich dann beinahe zu ertränken.
ebbe und flut.
sitze hinter dir und sehe, wie deine hand nachdenklich deinen hinterkopf streichelt, die finger die haare teilen und würde so gerne, wäre das nur möglich, die meine unbemerkt darunter schieben, neben dir stehen und deinen kopf an meinen bauch ziehen.
liegen mit dir, nackt, haut an haut.
streicheln.
ruhe finden in der sanften, nachdenklichen leisen traurtigkeit, die manchmal durch deine poren dringt.
einrollen möchte ich mich in deiner achselhöhle und deinem geruch.
und deinen herzschlag spüren, unter meiner hand.
versöhnt mit der welt und dem leben.
(JA, immer noch!)
entziehen sich mir, um mich dann beinahe zu ertränken.
ebbe und flut.
sitze hinter dir und sehe, wie deine hand nachdenklich deinen hinterkopf streichelt, die finger die haare teilen und würde so gerne, wäre das nur möglich, die meine unbemerkt darunter schieben, neben dir stehen und deinen kopf an meinen bauch ziehen.
liegen mit dir, nackt, haut an haut.
streicheln.
ruhe finden in der sanften, nachdenklichen leisen traurtigkeit, die manchmal durch deine poren dringt.
einrollen möchte ich mich in deiner achselhöhle und deinem geruch.
und deinen herzschlag spüren, unter meiner hand.
versöhnt mit der welt und dem leben.
(JA, immer noch!)
und dann stehe ich da vor diesem spiegel, frisch der badewanne entstiegen, gepeelt und eingecremt.
sehe vor mir ein objekt. eines, das sich gar nicht so schlecht macht, für sein alter. doch, ein körper, mit dem man leben kann. relativ norm- und marktgerecht. noch.
gut, das pölsterchen hier, das müsste nicht sein. und drückt man die oberschenkel, sind dellen erkennbar.
aber die wissenschaft hat festgestellt, dass ...
und zur not kann man dann immer noch ein bisschen operieren lassen. die chirurgie ist da ja schon recht weit. vielleicht ein bisschen die spärliche oberweite aufpolstern. noch ist sie ja zumindest recht straff.
und botox dann vielleicht, für die ersten fältchen, die schon drohen zu falten zu werden. obwohl da noch auch die kosmetikindustrie recht viel ermöglichst. die forschung schläft nicht, in einem so lukrativen bereich.
doch doch, das "werkzeug" da im spiegel, das entspricht schon noch - im großen und ganzen.
was ja auch wichtig ist. ist doch wissenschaftlich schon lange geklärt, dass frau in meinem alter ihre größte sexuelle potenz erreicht. nie so viel spaß hat an sex.
"du solltest wirklich wieder einmal sex haben", erkläre ich dem körper im spiegel. "das ist doch nicht normal".
was bist du? prüde? verklemmt? kommen irgendwelche katholischen muster durch, die du behandeln lassen solltest?
sex macht spaß. sex ist gut für deine psyche. und überhaupt für deinen körper. denk nur an die kalorien, die du dabei verbrennst. zudem: denk an deinen beckenboden!
keine frage: keinen sex zu haben und darunter zu leiden ist normal. sex haben zu können und keinen zu wollen - also bitte, das ist, naja, vielleicht nicht gerade "krank", aber zumindest bedenklich.
das muss einen grund haben. irgendwas stimmt nicht mit dir."
sexualverbot kontra sexualgebot.
ich bin so frei von zweiterem auch einfach mal die schnauze voll zu haben.
sehe vor mir ein objekt. eines, das sich gar nicht so schlecht macht, für sein alter. doch, ein körper, mit dem man leben kann. relativ norm- und marktgerecht. noch.
gut, das pölsterchen hier, das müsste nicht sein. und drückt man die oberschenkel, sind dellen erkennbar.
aber die wissenschaft hat festgestellt, dass ...
und zur not kann man dann immer noch ein bisschen operieren lassen. die chirurgie ist da ja schon recht weit. vielleicht ein bisschen die spärliche oberweite aufpolstern. noch ist sie ja zumindest recht straff.
und botox dann vielleicht, für die ersten fältchen, die schon drohen zu falten zu werden. obwohl da noch auch die kosmetikindustrie recht viel ermöglichst. die forschung schläft nicht, in einem so lukrativen bereich.
doch doch, das "werkzeug" da im spiegel, das entspricht schon noch - im großen und ganzen.
was ja auch wichtig ist. ist doch wissenschaftlich schon lange geklärt, dass frau in meinem alter ihre größte sexuelle potenz erreicht. nie so viel spaß hat an sex.
"du solltest wirklich wieder einmal sex haben", erkläre ich dem körper im spiegel. "das ist doch nicht normal".
was bist du? prüde? verklemmt? kommen irgendwelche katholischen muster durch, die du behandeln lassen solltest?
sex macht spaß. sex ist gut für deine psyche. und überhaupt für deinen körper. denk nur an die kalorien, die du dabei verbrennst. zudem: denk an deinen beckenboden!
keine frage: keinen sex zu haben und darunter zu leiden ist normal. sex haben zu können und keinen zu wollen - also bitte, das ist, naja, vielleicht nicht gerade "krank", aber zumindest bedenklich.
das muss einen grund haben. irgendwas stimmt nicht mit dir."
sexualverbot kontra sexualgebot.
ich bin so frei von zweiterem auch einfach mal die schnauze voll zu haben.
june - am Donnerstag, 26. Januar 2006, 14:05 - Rubrik: absolute schwachstellen
es ist ein thread der dschungel. dennoch "stehle" ich ihn. unverfroren und hemmungslos.
in einem weblog, das so "schnell" ist, habe ich sehr leicht das gefühl, der zeit hinterher zu hinken. hier nehme ich mir meine ruhe, meine winter-ruhe, habe nicht mehr das gefühl zu "bremsen", indem ich mich immer noch im gestern aufhalte.
parallalie meinte am 24. Jan, 18:11:
umgekehrt: es mag auch an einer fehlenden wissenschaft in der sinnlichkeit liegen, weshalb wissenschaft eben aus ihr ausgeklammert werden soll... und zwar, obwohl es um wissenschaftliche phänomene - nahezu immer - geht.
klappt das? nein, ich glaube nicht. die sinne erzeugen wissen, nicht das wissen die sinne. die sinne sagen über die wissenschaft: "die wissenschaft hat festgestellt, daß schokolade kakao enthält", die wissenschaft sagt über die sinne: "es handelt sich um einen lustgewinn". aber die lust bleibt aus, wenn man's liest.
"die sinne erzeugen wissen, nicht das wissen die sinne".
daran glaube ich nicht. "das wissen" prägt das bewusstsein und dieses die selbstwahrnehmung und damit die sinne, davon bin ich fest, ganz fest überzeugt.
(auch davon, dass menschen anderer kulturkreise ihre sinnlichkeit anders erleben - auch ihre sexualität - weil das bewusstsein ein anderes ist - ein grund, warum mir kulturvergleiche immer leichtes bauchweh bescheren. der "forscher" verändert durch seine anwesenheit die "versuchsanordnung" und schleust diese zudem durch seine ihm eigenen filter.)
spüre ich meinen körper heute noch so, wie ihn eine frau vor zweihundert jahren gespürt hat? nehme ich ihn wirklich noch so wahr?
auch das mit sicherheit nicht.
ich gehe nochmals in eine verkehrung:
wissenschaftliche forschung ist nicht "objektiv". es wird nicht erforscht, was "ist", es wird erforscht, was gesehen werden will. ist immer an den zeitgeist gebunden, nicht nur in der ausgangsposition der "wissenschaftlichen neugierde" letztlich auch in ihrer richtung. damit bestimmt das wissen auch das bewusstsein. es ist eine symbiose aus der es kein entrinnen gibt.
zäsur
wir brechen tabus. "wir" kinder der aufklärung. und ersetzen sie durch normen.
befreien wir uns, oder tauschen wir die fesseln?
diese frage ist nicht "neu" und dennoch für mich keine rein theoretische, sondern eine sehr private, eine gespürte, erlebte ...
in einem weblog, das so "schnell" ist, habe ich sehr leicht das gefühl, der zeit hinterher zu hinken. hier nehme ich mir meine ruhe, meine winter-ruhe, habe nicht mehr das gefühl zu "bremsen", indem ich mich immer noch im gestern aufhalte.
parallalie meinte am 24. Jan, 18:11:
umgekehrt: es mag auch an einer fehlenden wissenschaft in der sinnlichkeit liegen, weshalb wissenschaft eben aus ihr ausgeklammert werden soll... und zwar, obwohl es um wissenschaftliche phänomene - nahezu immer - geht.
klappt das? nein, ich glaube nicht. die sinne erzeugen wissen, nicht das wissen die sinne. die sinne sagen über die wissenschaft: "die wissenschaft hat festgestellt, daß schokolade kakao enthält", die wissenschaft sagt über die sinne: "es handelt sich um einen lustgewinn". aber die lust bleibt aus, wenn man's liest.
"die sinne erzeugen wissen, nicht das wissen die sinne".
daran glaube ich nicht. "das wissen" prägt das bewusstsein und dieses die selbstwahrnehmung und damit die sinne, davon bin ich fest, ganz fest überzeugt.
(auch davon, dass menschen anderer kulturkreise ihre sinnlichkeit anders erleben - auch ihre sexualität - weil das bewusstsein ein anderes ist - ein grund, warum mir kulturvergleiche immer leichtes bauchweh bescheren. der "forscher" verändert durch seine anwesenheit die "versuchsanordnung" und schleust diese zudem durch seine ihm eigenen filter.)
spüre ich meinen körper heute noch so, wie ihn eine frau vor zweihundert jahren gespürt hat? nehme ich ihn wirklich noch so wahr?
auch das mit sicherheit nicht.
ich gehe nochmals in eine verkehrung:
wissenschaftliche forschung ist nicht "objektiv". es wird nicht erforscht, was "ist", es wird erforscht, was gesehen werden will. ist immer an den zeitgeist gebunden, nicht nur in der ausgangsposition der "wissenschaftlichen neugierde" letztlich auch in ihrer richtung. damit bestimmt das wissen auch das bewusstsein. es ist eine symbiose aus der es kein entrinnen gibt.
wir brechen tabus. "wir" kinder der aufklärung. und ersetzen sie durch normen.
befreien wir uns, oder tauschen wir die fesseln?
diese frage ist nicht "neu" und dennoch für mich keine rein theoretische, sondern eine sehr private, eine gespürte, erlebte ...
june - am Mittwoch, 25. Januar 2006, 19:26 - Rubrik: ambivalenzen
so "befreit", so "aufgeklärt" sind wir, dass freiheit in einem duschgel zu finden ist, dass selbstbewusstsein eine hautcreme schenkt und ein auto abenteuer.
so "befreit", dass leidenschaft in techniken, stellungen, praktiken gemessen wird, dass lust eine frage des "schluckens oder spuckens" ist, dass ein hand-in-hand domäne einer rosamund pilcher geworden ist ...
auch ich neige dazu, die befreiung zu zelebrieren.
... und BIN doch so viel freier in einer einzigen umarmung, in einem einzigen kuss.
bin die ohne fragen.
so "befreit", dass leidenschaft in techniken, stellungen, praktiken gemessen wird, dass lust eine frage des "schluckens oder spuckens" ist, dass ein hand-in-hand domäne einer rosamund pilcher geworden ist ...
auch ich neige dazu, die befreiung zu zelebrieren.
... und BIN doch so viel freier in einer einzigen umarmung, in einem einzigen kuss.
bin die ohne fragen.
june - am Dienstag, 24. Januar 2006, 18:10 - Rubrik: absolute schwachstellen
manchmal habe ich das gefühl das alter zeigt sich in den offenen fragen, die man mit sich herumträgt.
derzeit ist es wieder eine mehr.
wieviel kostbarer werden dadurch diese wenigen momente, in denen keine frage mehr zählt.
in denen es nur eine einzige antwort gibt: "ja!"
diese momente "sein" zu lassen, das gilt es zu lernen.
derzeit ist es wieder eine mehr.
wieviel kostbarer werden dadurch diese wenigen momente, in denen keine frage mehr zählt.
in denen es nur eine einzige antwort gibt: "ja!"
diese momente "sein" zu lassen, das gilt es zu lernen.
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erst als ich es verließ, das lokal, wurde aus der ahnung ein eindruck, manifestierte sich die gewissheit.
noch drei mal um den block. straßenschild, fassade, hausnummer.
wie lange ist das nun schon vergangenheit?
und dann weiter, egal wo hin. quer durch die stadt, bis nichts mehr bekannt erscheint - und das geht weit schneller als gedacht.
ich bin nicht müde, ich habe kein ziel.
zeit spielt keine rolle.
liebäugeln mit den blauen schildern, liebäugeln mit graz, budapest, prag.
prag. noch einmal?
prag? wie damals?
prag im schnee.
schließlich doch wieder ein orientierungspunkt, bekannte straßen.
in dieser nacht kamen endlich wieder die tränen.
diese tränen, die knoten lösen, die seele reinigen.
was manchmal ein einziger satz zu bewirken vermag.
noch drei mal um den block. straßenschild, fassade, hausnummer.
wie lange ist das nun schon vergangenheit?
und dann weiter, egal wo hin. quer durch die stadt, bis nichts mehr bekannt erscheint - und das geht weit schneller als gedacht.
ich bin nicht müde, ich habe kein ziel.
zeit spielt keine rolle.
liebäugeln mit den blauen schildern, liebäugeln mit graz, budapest, prag.
prag. noch einmal?
prag? wie damals?
prag im schnee.
schließlich doch wieder ein orientierungspunkt, bekannte straßen.
in dieser nacht kamen endlich wieder die tränen.
diese tränen, die knoten lösen, die seele reinigen.
was manchmal ein einziger satz zu bewirken vermag.
june - am Sonntag, 22. Januar 2006, 20:04 - Rubrik: trennlinien
und dann werfe ich dir und du mir vor (die füße), an den kopf all diese details, die in erinnerung geblieben sind.
werfe dir lüge vor, betrug, falsches spiel.
wie du mir.
und habe RECHT. wie auch all meine freunde bestätigen.
(dir die deinen auch.)
meine "wahrheit" gegen deine "wahrheit".
immer im kreis.
härter, heftiger, mehr beweise, belege, geschütze werden aufgefahren.
dass wir uns beide weh getan haben, könnte so leicht zu sehen sein,
das hieße anerkennen müssen, dass ich an meinen und deinen verletzungen "schuld" trage, nicht mehr und nicht weniger als du auch.
"ich trage den schmerz.
nimm du die schuld."
beide, unisono - hier plötzlich wieder im gleichklang vereint.
werfe dir lüge vor, betrug, falsches spiel.
wie du mir.
und habe RECHT. wie auch all meine freunde bestätigen.
(dir die deinen auch.)
meine "wahrheit" gegen deine "wahrheit".
immer im kreis.
härter, heftiger, mehr beweise, belege, geschütze werden aufgefahren.
dass wir uns beide weh getan haben, könnte so leicht zu sehen sein,
das hieße anerkennen müssen, dass ich an meinen und deinen verletzungen "schuld" trage, nicht mehr und nicht weniger als du auch.
"ich trage den schmerz.
nimm du die schuld."
beide, unisono - hier plötzlich wieder im gleichklang vereint.
june - am Samstag, 21. Januar 2006, 16:22 - Rubrik: querverweise