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bin ich.

was mich daran hindert schlafen zu gehen ist die gewissheit allein zu sein, wenn ich irgendwann kurz aufwache. sosehr habe ich mich wieder daran gewöhnt dann nach deiner hüfte zu greifen oder deiner hand, deinen atem zu hören im umdrehen und weiterschlafen und das, obwohl ich es doch so gar nicht mag, wenn mir jemand meine decke stiehlt.

und wie schön wäre es, sich umdrehen zu können und einen weichen, warmen arsch zu fassen und zu streicheln bis die hand sich weiter tastet und einen halb- oder ganz eregierten schwanz zu berühren, der darauf reagiert, meine finger zu spüren, wie schön es wäre, mit diesem trägen kribbeln im unterleib wieder einzuschlafen, abzutauchen in feuchte träume, die sich selbst genügen, wenn im dämmerschlaf die wärme spürbar ist.

nur an deinen rücken möchte ich mich schmiegen und über dein schnarchen lächeln, wie es nur frischverliebte können, oder nicht aneinander abgestumpfte, wie es nur menschen können, denen die wahrnehmbare nähe des anderen kostbar ist, statt alltäglich.

spüren möchte ich, wie warm die liebe macht, die aus mir herausbricht, wenn ich im tief dunklen sanft durch deine haare streiche, wie warm, verletzlich, zerbrechlich.
heimlich will ich deinen atem stehlen, den du hinausschnaubst in die nacht und den zwiebel des abendessens in ihm erspüren.

an deinen rücken möchte ich meine brüste drücken und die hand auf deinem oberschenkel ruhen lassen, wenn ich wieder eintauche ins traumland.

ganz will ich sein.
ganz zerrissen will ich sein.
ich will sein.

SEIN.
dürfen.
heut nacht.
synopsis meinte am 1. Mai, 22:14:
und wieder -
gemeinsam einsam,
sister... 
june antwortete am 1. Mai, 22:16:
aber sag mir doch,
was macht sie aus, die "einsamkeit"?

was macht aus dem allein sein das einsam sein?

war ich doch schon so einsam zu zweit und so zweisam allein ... 
ferromonte antwortete am 2. Mai, 17:41:
wenn man allein ist, strahlt man etwas aus: begeisterung, interesse, neugierde, emotional ist jedenfalls ein überschuß im positiven sinn da.
einsamkeit bedeutet das gegenteil: mangel, bedürfnis (unerfüllt/unbefriedigt), langeweile, reizüberflutet ...
(darum hat die religion so eine große bedeutung für die menschen: re-ligio, rückverbindung; die hinrichtung zu einer transzendez vertreibt die einsamkeit. fast alles davon ist natürlich illusion. )
liebe und "mystische verzückung" ist die befreiung vom fordernden ich, von der einsamkeit; 
philo (Gast) antwortete am 2. Mai, 23:53:
ganz einfach ist er,
der unterschied:

allein sein kommt von aussen
einsamkeit von innen

und übrigens: das verzerrte wort, das ich gerade eingeben soll, ist zufällig(??) gerade "fought". 
synap antwortete am 12. Mai, 02:51:
alleine sein, heißt ganz sein.
mit sich.
einverstanden.
mit der welt.
alleine heißt:
all eins sein.
da sein.
ganz.

alleine kann man wählen. (denn man wählt es nur, wenn man ganz ist, ganz bei sich.)
einsam nicht.
einsam tritt nicht an zur wahl, sondern steht auf einmal vor der tür.
nein.
in der tür.
nein.
mitten in dir drin.
einsam ist nicht all eins sein.
einsam ist geborsten sein.
zersplittert in die vielen ichs,
die doch ohne einader nicht sein können.
einsam ist das schreien nach dem du,
in der hoffnung, das du könne das ich wieder ganz machen.