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Ja, das ist heute der 7. Geburtstag dieses Blogs.

Zur Feier des Tages hab ich mir auch gedacht: "June!" hab ich mir gedacht, "wenn du schon jammerst, dass sich nichts tut in deinem Leben, dann tu was dagegen."
Das hab ich mir also gedacht und mich selbst dazu überredet, doch wieder einmal an einer Veranstaltung Teil zu nehmen.

DAS waren die schlimmsten zwei Stunden der letzten x Jahre!
Anstelle interessanter Menschen habe ich einen Typen wieder getroffen, den ich vor Jahren kennen gelernt habe und erst nach Monaten endlich erfolgreich los geworden bin.

Nun war er damals schon beruflich erfolgreich und unglaublich von sich eingenommen, mittlerweile hat er einen weiteren Aufstieg und eine Ehe (fast) hinter sich, hält sich immer noch für intellektuell und attraktiv und das Geschenk Gottes an die Frauenwelt, hat derzeit zwei Frauen, zwischen denen er sich nicht entscheiden kann und hält es für besonders taktvoll und charmant jemandem (in dem Fall mir) bezüglich all dieser seiner Vorteile eineinhalb Stunden lang ein Ohr abzukauen.

So jemanden eine halbe Stunde zu verarschen, so, dass alle außer ihm selbst es mitbekommen, das hat ja noch einen gewissen Reiz, dann wird es nach und nach zu Folter.

Projekt "Sozialkontakte knüpfen" ist hiermit wiedermal auf unbefristete Zeit auf Eis gelegt und ich bemühe mich gerade wieder redlich die Spezies Mann nicht generell zu verteufeln, aber ganz ganz ehrlich und unter uns: Je älter ich werde, desto weniger davon gibt es, mit denen ich mehr Kontakt pflegen will als mit meinem Trafikanten - den ich allerdings (zugegeben) recht gern mag (und immerhin sehe ich ihn durchschnittlich alle zwei Wochen für mehr als drei Minuten!).

Die Frage, die sich mir immer häufiger stellt ist die:
Was macht frau nach ca. 7 Jahren (seit 2555 Tagen online durch 365 ergibt genau 2555 Tage, zum abzählen der durch Schaltjahre dazwischengeschummelten Tage bin ich jetzt zu faul), mit einem Weblog, das zu 99% ein Liebesdilemma-Sehnsucht-Grübelblog war, wenn das Liebesdilemma echt nichts mehr hergibt, das sich zu bloggen lohnt, weil auch ein Gulasch nur eine bestimmte Anzahl an Aufwärmversuchen verträgt - von wegen "changes" -und die Lust am Grübeln sich auch nicht mehr so recht einstellen will, mit ihrem Blog?

Verschrotten?
Versteigern?
Einmotten?

Einen Wochentag einfach klauen.
Netter Besuch am Vorabend, dann laaaaaaaaaaaaaaange schlafen (nicht unter 12 Stunden), herumhängen, Filme sehen ("Ingloriouse Bastards"; "I am Legend"), fein Essen (Steak aus Rindsfilet und Salat, dazu ein feines Glas Wein, da kann nicht mal ich was verhauen) und dann der nächste Versuch eine Weincreme zu produzieren, die nicht zur Weinsuppe wird.
Konsequent fern halten von allem, das nach Arbeit riecht.

Hier das Familienrezept, für dessen Veröffentlichung ich vermutlich gelyncht würde, also verratet mich nicht.

Zutaten:
Pfirsiche oder Marillen (wunderbar auch aus der Dose)
3 Eier,
1/2 Packung Vanillepulver
15 das Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1/8 l Schlagobers
2 Orangen
1/4 l Weißwein

Pfirsiche oder Marillen klein schneiden
Schlagrahm steif schlagen
Orangen auspressen

Eier, Zucker, Vanillepudding, Zucker, Vanillezucker, Wein, Orangensaft warm schlagen, dann kalt schlagen (geht leider wirklich nicht anders, sonst droht die Weinsuppe).

Schlagrahm unterheben, Früchte rein, 2-3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Diesmal hab ich mich genau an die Anweisungen gehalten.
In 2-3 Stunden wird sich zeigen, ob das was gebracht hat.
Es *muss* nämlich gehen, auf die Art eine fantastische Creme zu produzieren. Andere Frauen in meiner Familie können das auch - verdammt!

... wie mit dem Rauchen aufhören, aber das ist eine andere Geschichte, die irgendwann einmal erzählt wird und vielleicht auch nicht.

Dazu passend (fast, weil man ja immer irgendwie versucht, irgendwelche Zusammenhänge herzustellen und wenn sie auch noch so abstrus sind, dazu scheint unser Gehirn gemacht zu sein):
J. D. Salinger ist heute gestorben.
Aber auch die Assoziationskette verrate ich nicht, ich denke nämlich, ich habe heute schon alles gesagt, das zu sagen war, und das, wo es in einem anderen Blog (den ich auch nicht verrate) gerade darum geht, wie wichtig oder unwichtig reden doch ist.

Aber reden ist ja auch nicht erzählen. Und es ist auch erst 20.05 Uhr und noch nicht Vollmond.

Die Stimmung.
Immer noch.

Aber kochen soll ja helfen gegen Depressionen (respektive der Genuss des gekochten) und daher hier mein Tipp für alle, denen es gerade geht wie mir:
Das derzeit absolut nicht zu schlagende und unangefochten wunderbarste Kochblog von ganz twoday!

Wenn das noch immer nicht hilft, dann ist besaufen angesagt - ist zwar nicht mehr am Markt, aber 16,5 % Vol. gibt es - Göttin sei Dank - auch in anderen Formen. :)


Dieses Wochenende hat sie mich endgültig so richtig erwischt, meine alte Feindin, die Winterdepression.

Wenn die Freude an der Möglichkeit auszuschlafen dem echten Widerwillen dagegen aufzustehen weicht, draußen alles grau in grau ist und eisig kalt und nichts verlockend zu sein scheint oder Spaß macht, alles mühsam erscheint und sich mischt mit dem Grauen vor dem nächsten Wochenbeginn, wenn ich mich nur träge fühle, lust- und kraftlos, dann weiß ich: Sie grinst mir gerade wieder mitten ins Gesicht.

Geh komm, bitte schleich dich, ich hab gerade echt so wirklich keinen Nerv für dich!

Wie geschafft?
"King Prawns Provencial" - vom Hofer (jawoll) frisch aus dem Tiefkühlfach 4-5 Minuten in ganz wenig Öl bei mittlerer Hitze dazu bringen, sich voneinander zu trennen, Viel Knoblauch in kleine Würfel geschnitten dazu und auf höchster Stufe 1-2 Minuten weiter schwitzen lassen, dann mit Weißwein ablöschen, Zitronenschale, Zitronensaft, Chili-Pulver (hey, ich hab doch keine Chili-Schoten daheim!), Salz, Petersilie dazu und dünsten bis die Nudeln gar sind (Nudeln nicht zu kochen beginnen, bevor die Garnelen nicht gar sind, weil der Knoblauch ja auch Zeit braucht anzuziehen).

Darüber passt, auch wenn es vielleicht strange klingt, auch ein Hauch Parmesan.

Jawoll, ich mach da draus jetzt eines der ganz, ganz, ganz seltenen Koch-Blogs. D.h. es ist mit einem Eintrag pro alle vier Monate zu rechnen, dafür gehe ich nicht davon aus, dass meine LeserInnen Sachen wie Ingwer etc. etc. etc. selbstverständlich zu Hause haben.

hat doch meine Lieblingsmonarching sogar einen eigenen Eintrag in meinem derzeit beliebtesten Weblog für psychische Masozeiten bekommen.

Na da wird sie sicher stolz drauf sein. Mein Neid jedenfalls ist mit ihr. :)))

Nachdem ich es jetzt allen Ernstes geschafft habe, alle acht Staffeln der Serie Bad Girls zu sehen - was nebenbei eine wunderbare Möglichkeit ist, sich von allen Unbillen der tagespolitischen Ereignisse best möglich fern zu halten - passiert es mir nicht nur immer wieder, dass ich seit sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder beginne auf Englisch zu denken und zu träumen, ich spiele auch mit dem Gedanken um Einlass in einem Frauengefängnis zu bitten, um den Entzugserscheinungen entgegen zu wirken.

Nachdem es hier allerdings eine Vielzahl verlockender Möglichkeiten gäbe, dieses Ziel zu erreichen, scheitert die Durchführung des Vorhabens derzeit an meiner Unentschlossenheit.

Weiters darf ich stolz verkünden, dass ich einen der ganz großen "Nie-mehr-wieder-Vorsätze" für das neue Jahr bisher (also immerhin schon fast 17 volle Tage lang) restlos eingehalten habe, der da lautet: "Nie mehr wieder schlechter Sex."

Bei einem weiteren bin ich dafür bereits grandios gescheitert: "Nie mehr wieder jemandem die Gelegenheit geben, mich dazu zu bringen, mich danach wie ein "Drive-In" für sexuelle Belange zu fühlen."

Generell denke ich darüber nach, endlich den Blog Titel zu ändern (sollte ich nicht doch noch hinter Gitter übersiedeln) - vielleicht eher "Paralyses" statt "Changes"?

möchte ich zu Beginn dieses Jahrzehnts zu aller erst meinen verbindlichsten Dank aussprechen für diese drei Beiträge, also und Das ist - so denke ich - mittlerweile wirklich die einzige Art noch zu reagieren auf einen Trend für den das hier erwähnte Blog nur als eines unter vielen steht. Lachen als Ausgleich zu diesem verbissenen Zynismus, der mir Magenbeschwerden bereitet.

An dieser Stelle wage ich auch die leise Hoffnung, dass auch bei Politically Impotent 2010 wieder der eine oder andere neue Beitrag zu lesen sein wird.

Madame Huber, Sie an der Seite unseres verehrten Robert Heinrich I. und ich könnte einer Monarchie so Einiges abgewinnen.





Herzlichst
Ihre June