falls mich wer sucht, bis auf Weiteres nebenan.
Irgendeine dieser gewaltigen Wellen spülte mich dann doch in mein Bett zurück, perfekt entspannt mit der auf ein tausendstel Grad richtigen Körpertemperatur und einem kleinen Champagnerkater wachte ich auf. Eine Weile versuchte ich noch, wieder in die Traumwelt zurück zu kehren, genoss das leichte Dahin dämmern.
Nach Frühstück und Dusche beseitigte ich noch ein paar Spuren des Vorabends, schenkte mir noch ein Glas Champagner ein (was da ist muss weg), die Sonne strahlte durch die Dachfenster, nur auf der Terrasse war es noch zu kalt, aber das kommt noch. Auch das kommt noch, dass sich späte Vormittage (okay, es war schon nach Mittag) wieder draußen verbringen lassen. Dann gibt es auch wieder mehr Bücher und weniger Rechner.
Ich hatte ihm keine Zeit genannt, nur "am Nachmittag" und ihn gebeten, 30 Minuten vorher eine SMS zu schreiben. Trotzdem waren die 30 Minuten wieder mal nicht lang genug - es hat einen gewaltigen Vorteil nur Haare und keine Frisur zu haben, da fällt das dann nicht gar so auf. :)
Strategisch unerlässlich ist es, das weiß ich seit unserer allerersten Berührung: Körperkontakt meiden! Küsschen rechts und Küsschen links, das geht ja noch - nur ja bloß keine Umarmung. - Konsequent wie ich bin, landete ich natürlich sofort in einer solchen und mitten in seinem Geruch. Bravo!
Und dann saßen wir auf meiner Couch und *redeten* ... ich kenne nun alle Detail seiner derzeit liebsten Urlaubsdestination. - Als wäre das nichts.
Einen Versuch wagte ich sogar: "Warum antwortest du eigentlich nicht auf meine Mails?" -"Ich antworte nicht?" - "Nein, immer, wenn mir etwas wichtig ist, dann schweigst du, als würdest du das als totale Zumutung empfinden."
- "Das ist es auch."
Gut, sagt die kleine Stimme in meinem Kopf, die noch nicht ganz vergessen hat, wie ich *eigentlich* ticke. Das ist jetzt die Zeit zu sagen: "Es war sehr nett, es hat mich sehr gefreut, da ist die Tür."
Der Versuch meine Gefühle und die mich quälenden Fragen zu formulieren sind also eine Zumutung. Das sind so "Phasen" über die ich schon wieder hinweg komme, wenn man mich lange genug schmoren lässt.
Aber er ist da, er sitzt neben mir und wenn ich ihn höre und sehe, dann liegt viel zu viel Schnurren über der Wut, als dass sie sich entfalten könnte.
Reden, als würde er je wieder mit mir reden können, als würde er nicht jede Möglichkeit wählen, dem zu entkommen, als wären es nicht gerade die Worte gewesen, die Beschreibungen dessen, wie er denkt und fühlt, mit denen er damals den wichtigsten G-Punkt massiert hat, den es gibt, den hinter den Augen und zwischen den Ohren. Ich weiß nicht, wie viel davon authentisch war und wie viel Kalkül, aber dass er mir das verweigert, das kann etwas in mir nicht verzeihen und es macht nur noch selten wütend, öfter traurig und zunehmend resignativ.
Doch dann lag sein Kopf in meinem Schoß und meine Hände konnten nicht anders als sich in seinen Haaren zu vergraben und seinen Rücken zu streicheln.
Ihn berühren macht glücklich.
Er hätte so einschlafen können, es hätte mir nichts ausgemacht, ich war entspannt, ich war zufrieden - bis seine Hand von meinem Oberschenkel die Jeans entlang zu meinen Schritt wanderte ...
Ach wenn seine Berührungen mir nicht so durch und durch gehen würden, wenn es nicht so aufwühlend wäre, ihn zu berühren und von ihm berührt zu werden, wenn es etwas Besseres gäbe, als ihn zu spüren, DANN, ... dann wäre alles so einfach.
"Nie werde ich es zulassen, dass mich jemand ins Gesicht schlägt", habe ich immer gesagt und lasse es einmal mehr zu, dass er eine weitere Grenze überschreitet, ohne auf Widerstand zu stoßen, alles in mir ist ein einziges "JA!"
Danach in seinen Armen weiß ich, wie weit das über simples "wohlfühlen" hinaus geht, ich bin ganz und gar im Einklang mit mir selbst und der Welt, dem Universum, dem Schicksal und überhaupt und würde so gerne sagen: "Ich liebe dich!", weil es das ist, was ich fühle. Liebe, für ihn und weit über ihn hinaus.
Ganz oben - auf dem höchsten Wellenberg - lässt sich leicht lachen.
Viel zu leicht.
Auch das immer wieder zu verdrängen ist Konsequenz ... so irgendwie. ;)
Nach Frühstück und Dusche beseitigte ich noch ein paar Spuren des Vorabends, schenkte mir noch ein Glas Champagner ein (was da ist muss weg), die Sonne strahlte durch die Dachfenster, nur auf der Terrasse war es noch zu kalt, aber das kommt noch. Auch das kommt noch, dass sich späte Vormittage (okay, es war schon nach Mittag) wieder draußen verbringen lassen. Dann gibt es auch wieder mehr Bücher und weniger Rechner.
Ich hatte ihm keine Zeit genannt, nur "am Nachmittag" und ihn gebeten, 30 Minuten vorher eine SMS zu schreiben. Trotzdem waren die 30 Minuten wieder mal nicht lang genug - es hat einen gewaltigen Vorteil nur Haare und keine Frisur zu haben, da fällt das dann nicht gar so auf. :)
Strategisch unerlässlich ist es, das weiß ich seit unserer allerersten Berührung: Körperkontakt meiden! Küsschen rechts und Küsschen links, das geht ja noch - nur ja bloß keine Umarmung. - Konsequent wie ich bin, landete ich natürlich sofort in einer solchen und mitten in seinem Geruch. Bravo!
Und dann saßen wir auf meiner Couch und *redeten* ... ich kenne nun alle Detail seiner derzeit liebsten Urlaubsdestination. - Als wäre das nichts.
Einen Versuch wagte ich sogar: "Warum antwortest du eigentlich nicht auf meine Mails?" -"Ich antworte nicht?" - "Nein, immer, wenn mir etwas wichtig ist, dann schweigst du, als würdest du das als totale Zumutung empfinden."
- "Das ist es auch."
Gut, sagt die kleine Stimme in meinem Kopf, die noch nicht ganz vergessen hat, wie ich *eigentlich* ticke. Das ist jetzt die Zeit zu sagen: "Es war sehr nett, es hat mich sehr gefreut, da ist die Tür."
Der Versuch meine Gefühle und die mich quälenden Fragen zu formulieren sind also eine Zumutung. Das sind so "Phasen" über die ich schon wieder hinweg komme, wenn man mich lange genug schmoren lässt.
Aber er ist da, er sitzt neben mir und wenn ich ihn höre und sehe, dann liegt viel zu viel Schnurren über der Wut, als dass sie sich entfalten könnte.
Reden, als würde er je wieder mit mir reden können, als würde er nicht jede Möglichkeit wählen, dem zu entkommen, als wären es nicht gerade die Worte gewesen, die Beschreibungen dessen, wie er denkt und fühlt, mit denen er damals den wichtigsten G-Punkt massiert hat, den es gibt, den hinter den Augen und zwischen den Ohren. Ich weiß nicht, wie viel davon authentisch war und wie viel Kalkül, aber dass er mir das verweigert, das kann etwas in mir nicht verzeihen und es macht nur noch selten wütend, öfter traurig und zunehmend resignativ.
Doch dann lag sein Kopf in meinem Schoß und meine Hände konnten nicht anders als sich in seinen Haaren zu vergraben und seinen Rücken zu streicheln.
Ihn berühren macht glücklich.
Er hätte so einschlafen können, es hätte mir nichts ausgemacht, ich war entspannt, ich war zufrieden - bis seine Hand von meinem Oberschenkel die Jeans entlang zu meinen Schritt wanderte ...
Ach wenn seine Berührungen mir nicht so durch und durch gehen würden, wenn es nicht so aufwühlend wäre, ihn zu berühren und von ihm berührt zu werden, wenn es etwas Besseres gäbe, als ihn zu spüren, DANN, ... dann wäre alles so einfach.
"Nie werde ich es zulassen, dass mich jemand ins Gesicht schlägt", habe ich immer gesagt und lasse es einmal mehr zu, dass er eine weitere Grenze überschreitet, ohne auf Widerstand zu stoßen, alles in mir ist ein einziges "JA!"
Danach in seinen Armen weiß ich, wie weit das über simples "wohlfühlen" hinaus geht, ich bin ganz und gar im Einklang mit mir selbst und der Welt, dem Universum, dem Schicksal und überhaupt und würde so gerne sagen: "Ich liebe dich!", weil es das ist, was ich fühle. Liebe, für ihn und weit über ihn hinaus.
Ganz oben - auf dem höchsten Wellenberg - lässt sich leicht lachen.
Viel zu leicht.
Auch das immer wieder zu verdrängen ist Konsequenz ... so irgendwie. ;)
Ich bin ja, wie allen, die auch nur ab und zu hier vorbei schauen, bekannt sein dürfte, berühmt für meine Konsequenz. Und so beende ich einen gewissen Abschnitt meines Lebens nun schon seit ca. vier Jahren konsequent meist mehrmals pro Quartal. Ja, wenn ich beschließe, es ist aus, dann ist es aus, ohne wenn und aber, bis ...
... genau, bis zur nächsten Gelegenheit rückfällig zu werden.
Bis dahin aber bleibe ich eisern!
Dass dieses "Ich hab Sehnsucht. Lass uns reden", in meiner Mailbox sich unter Umständen wieder als eine solche Gelegenheit entpuppen könnte, ahnte ich, aber "reden", das klang so nach lang ersehnten Antworten auf viel zu viele offene Fragen, das klang nach der Chance ein kleines bisschen mehr zu verstehen. ("Verstehen! Ich will das doch einfach nur verstehen!", das war der Ausruf, der mich durch viel zu viele schlaflose Nächte begleitete.)
Diesmal würde ich mich nicht mehr einlullen lassen, diesmal würde ich auf Antworten bestehen und da so ein fester Vorsatz weit leichter eingehalten werden kann, wenn nicht auch noch ein Grundzustand einer latenten sexuellen Bedürftigkeit vorliegt, kam der Besuch am Vorabend sehr gelegen.
Ich finde übrigens haarlose durchtrainierte Sportlerkörper durchaus ästhetisch, die Stoppel aber, die man zwar nicht sieht, dafür spürt, verzichtbar - wobei ich ja einsehe, dass ein Epiliergerät einem Mann wohl kaum zugemutet werden kann. Die Härte dafür hat wohl nur ein verschwindend kleiner Teil des "starken Geschlechts". Außerdem passt zu so einem Körper eigentlich nichts Anderes als ein hoch aufgerichteter Schwanz - und das gleich schon beim Auspacken, das zumindest entspricht meiner Vorstellung von Höflichkeit und Ästhetik. Ich mag es auch nicht so sehr, wenn sich in schwachen Momenten dann doch die Frage breit macht, ob die nicht erfüllte Erwartungshaltung mir zuzuschreiben ist, oder doch darauf zurück zu führen ist, dass nicht nur ich keine 20 mehr bin, sondern auch meine potenziellen Liebhaber schon einige Jährchen mehr auf dem Buckel haben als damals.
(Bekomme eigentlich nur ich meist mehrmals täglich diesen ganzen Viagra- und Cialis-Spam? - Sollte ein bestimmter Hinweis nicht schon Kondompackungen beigelegt werden?)
Nein, nein, ich will mich nicht beklagen, mit ein wenig Zuwendung war der gewünschte Zustand leicht herzustellen, und es wurden alle meine Erwartungen erfüllt, aber bei einer reinen Fickbekanntschaft neige ich zunehmend zu Pingeligkeit - wohl auch eine Alterserscheinung.
Satt und zufrieden wanderte ich anschließend noch durch ein paar Blogs, nahm eine lange Dusche und träumte von berghohen Wellen.
Ich saß auf einer Wiese, eine Landschaft wie in Schottland, nur warm. Die Küste fiel steil ab zum Meer und am Horizont sah ich sie kommen, dieses gewaltigen Wellenberge, die sich mir näherten. Kurz bekam ich Angst, kurz dachte ich daran weg zu laufen, aber ich wusste, ich könnte ihnen nicht entkommen. Sie überschwemmten die Küste ohne zu brechen, nahmen mich einfach mit sich, hoben mich hinauf auf den höchsten Punkt und ließen mich hinabgleiten in dieses wahnsinnig tiefe Wellental, da war keine Angst mehr, das war ein wunderbares Gefühl, rund um mich nichts als das in der Sonne funkelnde Wasser, das mich trug.
... genau, bis zur nächsten Gelegenheit rückfällig zu werden.
Bis dahin aber bleibe ich eisern!
Dass dieses "Ich hab Sehnsucht. Lass uns reden", in meiner Mailbox sich unter Umständen wieder als eine solche Gelegenheit entpuppen könnte, ahnte ich, aber "reden", das klang so nach lang ersehnten Antworten auf viel zu viele offene Fragen, das klang nach der Chance ein kleines bisschen mehr zu verstehen. ("Verstehen! Ich will das doch einfach nur verstehen!", das war der Ausruf, der mich durch viel zu viele schlaflose Nächte begleitete.)
Diesmal würde ich mich nicht mehr einlullen lassen, diesmal würde ich auf Antworten bestehen und da so ein fester Vorsatz weit leichter eingehalten werden kann, wenn nicht auch noch ein Grundzustand einer latenten sexuellen Bedürftigkeit vorliegt, kam der Besuch am Vorabend sehr gelegen.
Ich finde übrigens haarlose durchtrainierte Sportlerkörper durchaus ästhetisch, die Stoppel aber, die man zwar nicht sieht, dafür spürt, verzichtbar - wobei ich ja einsehe, dass ein Epiliergerät einem Mann wohl kaum zugemutet werden kann. Die Härte dafür hat wohl nur ein verschwindend kleiner Teil des "starken Geschlechts". Außerdem passt zu so einem Körper eigentlich nichts Anderes als ein hoch aufgerichteter Schwanz - und das gleich schon beim Auspacken, das zumindest entspricht meiner Vorstellung von Höflichkeit und Ästhetik. Ich mag es auch nicht so sehr, wenn sich in schwachen Momenten dann doch die Frage breit macht, ob die nicht erfüllte Erwartungshaltung mir zuzuschreiben ist, oder doch darauf zurück zu führen ist, dass nicht nur ich keine 20 mehr bin, sondern auch meine potenziellen Liebhaber schon einige Jährchen mehr auf dem Buckel haben als damals.
(Bekomme eigentlich nur ich meist mehrmals täglich diesen ganzen Viagra- und Cialis-Spam? - Sollte ein bestimmter Hinweis nicht schon Kondompackungen beigelegt werden?)
Nein, nein, ich will mich nicht beklagen, mit ein wenig Zuwendung war der gewünschte Zustand leicht herzustellen, und es wurden alle meine Erwartungen erfüllt, aber bei einer reinen Fickbekanntschaft neige ich zunehmend zu Pingeligkeit - wohl auch eine Alterserscheinung.
Satt und zufrieden wanderte ich anschließend noch durch ein paar Blogs, nahm eine lange Dusche und träumte von berghohen Wellen.
Ich saß auf einer Wiese, eine Landschaft wie in Schottland, nur warm. Die Küste fiel steil ab zum Meer und am Horizont sah ich sie kommen, dieses gewaltigen Wellenberge, die sich mir näherten. Kurz bekam ich Angst, kurz dachte ich daran weg zu laufen, aber ich wusste, ich könnte ihnen nicht entkommen. Sie überschwemmten die Küste ohne zu brechen, nahmen mich einfach mit sich, hoben mich hinauf auf den höchsten Punkt und ließen mich hinabgleiten in dieses wahnsinnig tiefe Wellental, da war keine Angst mehr, das war ein wunderbares Gefühl, rund um mich nichts als das in der Sonne funkelnde Wasser, das mich trug.
Full Moon is rising.
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Es ist immer noch zu kühl und windig, aber wenigstens sonnig. Zumindest eine Stunde habe ich es auf der Terrasse ausgehalten und Licht getankt.
Die letzte Woche war heftig, viel zu viel Arbeit, viel zu wenig Schlaf. Freitag Nacht habe ich es dann auch noch geschafft, jemanden zu verletzen, den ich absolut nicht verletzen wollte, da fehlte jede Empathie und jedes Gespür für Dynamiken. Ja, das passiert mir manchmal in Phasen totaler Überforderung.
Die nächste Woche werde ich dafür ruhiger angehen - mit einem freien Tag zwischendurch, ich hätte sie gerne sanfter, fließender, weniger "türenknallend", auch wenn es manchmal wirklich nötig ist, eine zu schließen.
Ich muss das innere Tempo, diese Getriebenheit wieder herunter fahren.
Das Essen gestern Abend, der Tag heute war ein guter Anfang.
Die letzte Woche war heftig, viel zu viel Arbeit, viel zu wenig Schlaf. Freitag Nacht habe ich es dann auch noch geschafft, jemanden zu verletzen, den ich absolut nicht verletzen wollte, da fehlte jede Empathie und jedes Gespür für Dynamiken. Ja, das passiert mir manchmal in Phasen totaler Überforderung.
Die nächste Woche werde ich dafür ruhiger angehen - mit einem freien Tag zwischendurch, ich hätte sie gerne sanfter, fließender, weniger "türenknallend", auch wenn es manchmal wirklich nötig ist, eine zu schließen.
Ich muss das innere Tempo, diese Getriebenheit wieder herunter fahren.
Das Essen gestern Abend, der Tag heute war ein guter Anfang.
june - am Sonntag, 28. März 2010, 17:57 - Rubrik: absolute schwachstellen
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geht es bergauf, auch wenn meine Nachfrage auf wenig Resonanz gestoßen ist.
Ich weiß nicht, ob vielleicht die Einstufung als "extrem erregendes Stück Fickfleisch" für Herzklopfen hätte sorgen sollen, falls ja, war das ein ziemlicher Reinfall, aber die bestellte "Schachtel Sonnenschein" ist eingetroffen.
Jeden Tag wird mir nun schon morgens eine kleine Kostprobe durch die Dachfenster geschickt, immer länger werden die Zeiten, in denen die Sonne auf die Terrasse scheint und es ist spürbar, dass es sich endlich nur noch um Wochen handeln kann, bis sie endlich so wärmt, wie ich es brauche. Der Übermut rührt sich wieder und die Lust am Flirten, das Bedürfnis jede Schwere abzustreifen wie eine alte Haut. Das in mir, das sich so brüchig anfühlte wird geschmeidiger, biegsamer, die Lust auf Berührung wächst und die Sehnsucht nach einem Blick, der unter die (neue, frische, empfindliche und empfängliche) Haut geht.
Es wird wieder Zeit für lange, warme Nächte.
Es wird endlich Zeit für eine neue Liebe - und wenn es nur eine Frühlings- und Sommerliebe ist. Es wird Zeit für etwas, das Leichtigkeit gibt.
PS: Abschiede am Bahnsteig gehören zum Schlimmsten. Immer noch.
Ich weiß nicht, ob vielleicht die Einstufung als "extrem erregendes Stück Fickfleisch" für Herzklopfen hätte sorgen sollen, falls ja, war das ein ziemlicher Reinfall, aber die bestellte "Schachtel Sonnenschein" ist eingetroffen.
Jeden Tag wird mir nun schon morgens eine kleine Kostprobe durch die Dachfenster geschickt, immer länger werden die Zeiten, in denen die Sonne auf die Terrasse scheint und es ist spürbar, dass es sich endlich nur noch um Wochen handeln kann, bis sie endlich so wärmt, wie ich es brauche. Der Übermut rührt sich wieder und die Lust am Flirten, das Bedürfnis jede Schwere abzustreifen wie eine alte Haut. Das in mir, das sich so brüchig anfühlte wird geschmeidiger, biegsamer, die Lust auf Berührung wächst und die Sehnsucht nach einem Blick, der unter die (neue, frische, empfindliche und empfängliche) Haut geht.
Es wird wieder Zeit für lange, warme Nächte.
Es wird endlich Zeit für eine neue Liebe - und wenn es nur eine Frühlings- und Sommerliebe ist. Es wird Zeit für etwas, das Leichtigkeit gibt.
PS: Abschiede am Bahnsteig gehören zum Schlimmsten. Immer noch.
Gestern Abend am Weg in den Laden dicke Schneeflocken, solche, die man sich wünscht an den Tagen vor den Weihnachtstagen, heute immer noch eisiger WInd.
Die Erkältung, mit der ich seit Monaten kämpfe, hat gesiegt. Der scheinbar nicht enden wollende Winter war ihr Verbündeter.
Ich mag mich nicht um mich kümmern. Eigentlich will ich mit mir gar nichts zu tun haben. Es ist viel zu hell hier, zu unordentlich, zu staubig, überall Taschentücher und ungewaschenes Geschirr.
Ich verabreiche mir die von der Ärztin verschriebenen Medikamente und verbanne mich vor den Fernseher zu irgendwelchen Soaps.
Wunschliste:
Eine große Packung Energie,
eine Kiste Lebensfreude
eine Schachtel Sonnenschein und Wärme
eine Priese Herzklopfen und Hoffnung
Günstig abzugeben:
Einen Wintervorrat an Überdruss und Lustlosigkeit
Interessierte bitte melden.
Die Erkältung, mit der ich seit Monaten kämpfe, hat gesiegt. Der scheinbar nicht enden wollende Winter war ihr Verbündeter.
Ich mag mich nicht um mich kümmern. Eigentlich will ich mit mir gar nichts zu tun haben. Es ist viel zu hell hier, zu unordentlich, zu staubig, überall Taschentücher und ungewaschenes Geschirr.
Ich verabreiche mir die von der Ärztin verschriebenen Medikamente und verbanne mich vor den Fernseher zu irgendwelchen Soaps.
Wunschliste:
Eine große Packung Energie,
eine Kiste Lebensfreude
eine Schachtel Sonnenschein und Wärme
eine Priese Herzklopfen und Hoffnung
Günstig abzugeben:
Einen Wintervorrat an Überdruss und Lustlosigkeit
Interessierte bitte melden.
june - am Samstag, 13. März 2010, 16:22 - Rubrik: absolute schwachstellen
Wieder gefunden nach all den Jahren, wenn auch nur als Bild auf einer Website mit Mailkontaktformular.
Wieder gefunden, den, über den ich mittlerweile beinahe nur noch dann stolpere, wenn ich wieder etwas suche, in der Bettschublade und dabei stolpere über die 14 Bände Tagebücher, die ich damals geschrieben habe, oder in Nächten, in denen der Vollmond besonders quält.
Über 20 Jahre ist sie jetzt her, unsere erste Begegnung und mir immer noch so präsent wie die letzte.
Und dann sitze ich vor diesem Bild, betrachte es, dieses veränderte und doch so vertraute Gesicht. Und mein Herz klopft schneller, immer noch, nach all der Zeit. Etwas in mir wird ganz weich.
Sehnsuchtsvolles Glücksgefühl.
Was haben wir nur alles erlebt, und wie viel haben wir verpasst. Zu feig waren wir, und zu stolz, zu jung und schon zu verletzt.
Wie lebst du heute, sag? Bist du verheiratet, geschieden? Hast du Kinder?
Liebst du noch?
Erinnerst du dich noch? Und wenn, woran?
Du wolltest sterben in meinen Armen.
Und ich in den deinen.
Vielleicht haben wir ja deshalb kaum eine Möglichkeit ausgelassen, uns gegenseitig das Herz heraus zu reißen, was meinst du?
Ich könnte dich das fragen - und vieles mehr. Es liegt da vor mir, das Mailformular.
Du wirst mir verzeihen, dass mir der Mut fehlt, und ich mir auch.
Aber ich werde sie wieder einmal abstauben, die Tagebücher und vielleicht ein paar Seiten aufschlagen und lächeln und glücklich sein, dass es das gibt, Erinnerungen, die nicht verblassen,
Liebe die bleibt.
Wieder gefunden, den, über den ich mittlerweile beinahe nur noch dann stolpere, wenn ich wieder etwas suche, in der Bettschublade und dabei stolpere über die 14 Bände Tagebücher, die ich damals geschrieben habe, oder in Nächten, in denen der Vollmond besonders quält.
Über 20 Jahre ist sie jetzt her, unsere erste Begegnung und mir immer noch so präsent wie die letzte.
Und dann sitze ich vor diesem Bild, betrachte es, dieses veränderte und doch so vertraute Gesicht. Und mein Herz klopft schneller, immer noch, nach all der Zeit. Etwas in mir wird ganz weich.
Sehnsuchtsvolles Glücksgefühl.
Was haben wir nur alles erlebt, und wie viel haben wir verpasst. Zu feig waren wir, und zu stolz, zu jung und schon zu verletzt.
Wie lebst du heute, sag? Bist du verheiratet, geschieden? Hast du Kinder?
Liebst du noch?
Erinnerst du dich noch? Und wenn, woran?
Du wolltest sterben in meinen Armen.
Und ich in den deinen.
Vielleicht haben wir ja deshalb kaum eine Möglichkeit ausgelassen, uns gegenseitig das Herz heraus zu reißen, was meinst du?
Ich könnte dich das fragen - und vieles mehr. Es liegt da vor mir, das Mailformular.
Du wirst mir verzeihen, dass mir der Mut fehlt, und ich mir auch.
Aber ich werde sie wieder einmal abstauben, die Tagebücher und vielleicht ein paar Seiten aufschlagen und lächeln und glücklich sein, dass es das gibt, Erinnerungen, die nicht verblassen,
Liebe die bleibt.