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june meinte am 24. Jan, 21:30:
Der Diskurs der Liebe
ist heute von extremer Einsamkeit, so Roland Barthes in der Einleitung zu "Fragmente einer Sprache der Liebe".

"Dieser Diskurs wird wahrscheinlich (wer weiß?) von Tausenden von Subjekten geführt, aber von niemandem verteidigt; er wird von angrenzenden Sprachen vollständig im Stich gelassen: entweder ignoriert oder entwertet oder verspottet, abgeschnitten nicht nur von der Macht, sondern auch von ihren Mechanismen (...).
Wenn ein Diskurs durch seine eigene Kraft, derart in die Abdrift des Unzeitgemäßen gerät und über jede Herdengeselligkeit hinausgetrieben wird, bleibt ihm nichts anderes mehr als der wenn auch winzige Raum seiner Bejahung zu sein."


mut sich dem spott zu stellen. der VERspottung. ach verdammt, warum nicht? 
umleitung antwortete am 24. Jan, 22:07:
nach
diesen worten hab ich schon lange gesucht!
danke! 
june antwortete am 24. Jan, 22:58:
manchmal fast ernüchternd
aber gut so.

roland barthes; fragmente einer sprache der liebe, suhrkamp taschenbuch; 1988

"Die Mechanik der Lehnspflicht des Liebenden setzt eine bodenlose Belanglosigkeit voraus. Denn damit Abhängigkeit ganz rein in Erscheinung treten kann, muß sie sich unter den lächerlichsten Begleitumständen äußern und aufgrund allzu großen Kleinmuts uneingestehbar werden ... (...)
auf dem Feld der Liebe ist die Belanglosigkeit keine 'Schwäche' oder 'Lächerlichkeit: sie ist ein starkes Zeichen: je belangloser, um so mehr bedeutet sie, bestätigt sie sich als Kraft." (S. 25) 

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